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Geschichte der indischen Litteratur v1.c8.s5.15

Geschichte der indischen Litteratur v1.c8.s5.15

Language
German

v1.c8.s5.15

³ Wahrscheinlich ist die Grundbedeutung von sāman »Besänftigungslied«, »ein Mittel zur Beschwichtigung von Göttern und Dämonen«. Das Wort sāman kommt auch in der Bedeutung »Milde, freundliches Entgegenkommen« vor. Wenn in der älteren Litteratur der Sāmaveda zitiert wird, so geschieht dies gewöhnlich mit den Worten: »Die Chandogas sagen.« Chandoga heiſst »Chandassänger«, und chandas vereinigt in sich die Bedeutungen »Zauberlied«, »heiliger Text« und »Metrum«. Es muſs also etwa »die rhythmisch bewegte Rede« die Grundbedeutung des Wortes sein; es dürfte mit der Wurzel chand »gefallen, befriedigen oder gefallen machen« (vgl. chanda »gefällig, verlockend, einladend«) zusammenhängen.

Cites (2)