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Geschichte der indischen Litteratur v1.c8.s6.73

Geschichte der indischen Litteratur v1.c8.s6.73

Language
German

v1.c8.s6.73

Jahrhunderte später hat in den Tantras, den religiösen Büchern neuerer indischer Sekten, der Gebrauch solcher mystischer Silben und Worte so überhandgenommen, daſs wir oft seitenlang nichts als unartikulierte Laute, wie um, ām, hrīm, ūm, em, krom, phat, ah u. s. w. finden. Bezeichnend ist es auch, daſs das Wort Mantra, welches ursprünglich die Verse und Gebete (ṛc und yajus) der vedischen Saṃhitās bezeichnete, späterhin nur mehr die Bedeutung »Zauberformel« hatte. Wir können im Yajurveda bereits diesen Übergang vom Gebet zur Zauberformel — streng geschieden waren ja die beiden niemals — sehr gut verfolgen.