Geschichte der indischen Litteratur v1.c8.s7.134
Geschichte der indischen Litteratur v1.c8.s7.134
- Language
- German
v1.c8.s7.134
[^1): Die Sage von den geflügelten Bergen ist schon den Sängern des Rigveda bekannt und noch bei späteren Dichtern ein beliebtes Thema. Vgl. Pischel, Vedische Studien I, 174. [^2): Siehe oben S. 150. [^3): Śat. II, 2, 4. [^4): In derselben Weise beginnen fast alle Schöpfungssagen in den Brāhmaṇas. Wie der Zauberer für sein Zauberwerk und der Priester für das Opfer sich durch Selbstquälerei und Kasteiung vorbereiten müssen, so muſs sich auch Prajāpati auf dieselbe Weise für das groſse Werk der Schöpfung vorbereiten. Von der Wurzel śram, »sich abmühen«, »sich abquälen« ist das später, besonders in der buddhistischen Litteratur, oft vorkommende Wort Śramaṇa, »der Asket«, abgeleitet. Das Wort Tapas bedeutet eigentlich »Hitze«, dann die Erhitzung zum Zweck der Askese, dann die Askese selbst. »In der Tat steht, wenn unter der Bezeichnung Tapas die mannigfachsten Formen der Kasteiung begriffen werden, doch namentlich in der älteren Zeit die Beziehung auf die Hitze als das Vehikel der Kasteiung im Vordergrunde.« Vgl. die vortrefflichen Ausführungen über das Tapas von Oldenberg, Religion des Veda, S. 402 ff. Nach dem Śat. X, 4, 4, 1 f. kasteite sich Prajāpati einmal tausend Jahre lang, bis infolge der »Hitze« der Kasteiung Lichter aus seinen Poren drangen, — daraus wurden die Sterne.
Cites (1)
- Śatapathabrāhmaṇa — Yājñavalkya & Śāṇḍilya (Vedic teacher), Sanskrit