Geschichte der indischen Litteratur v1.c8.s7.147
Geschichte der indischen Litteratur v1.c8.s7.147
- Language
- German
v1.c8.s7.147
»Im Anfange gab es hier nichts als Wasser, ein Wassermeer. Diese Wasser wünschten sich fortzupflanzen. Sie quälten sich ab, sie kasteiten sich. Und als sie sich kasteit hatten³), entstand in ihnen ein goldenes Ei. Das Jahr gab es damals noch nicht; aber solange eben ein Jahr währt, schwamm dieses goldene Ei herum. Nach einem Jahr entstand daraus ein Mann, das war Prajāpati. Darum gebiert eine Frau oder eine Kuh oder eine Stute innerhalb eines Jahres; denn Prajāpati wurde nach einem Jahre geboren. Er brach das goldene Ei auf. Damals gab es aber noch gar keinen Standort. So schwamm denn dieses goldene Ei, welches ihn trug, so lange herum, als ein Jahr währt. Nach einem Jahr suchte er zu sprechen, und er sprach: ‚bhūḥ‘, und dieses (Wort) wurde die Erde hier; (er sprach:) ‚bhuvaḥ‘, und dieses wurde der Luftraum da, ‚suvar‘⁴), und dieses wurde der Himmel dort. Darum versucht ein Kind nach einem Jahr, zu sprechen, denn nach einem Jahr hat Prajāpati gesprochen. Als Prajāpati zuerst sprach, sprach er ein- und zweisilbige Wörter, darum spricht ein Kind, wenn es zuerst spricht, ein- und zweisilbige Wörter. Jene (drei Wörter) bilden fünf Silben. Aus diesen machte er die fünf Jahreszeiten, — so gibt es hier fünf Jahreszeiten⁵). Dieser Prajāpati erhob sich über die