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Geschichte der indischen Litteratur v1.c8.s7.151

Geschichte der indischen Litteratur v1.c8.s7.151

Language
German

v1.c8.s7.151

so geschaffenen Welten nach einem Jahr; darum versucht ein Kind nach einem Jahr, zu stehen, denn nach einem Jahre hat sich Prajāpati erhoben. Er wurde geboren mit einem Leben von tausend Jahren. Wie man das andere Ufer eines Flusses von ferne sieht, so erblickte er das andere Ufer seines Lebens¹). Und lobsingend und sich abquälend lebte er dahin, da er sich fortzupflanzen wünschte. Er legte Zeugungskraft in sich hinein, und mit dem Munde schuf er die Götter... Nachdem er sie geschaffen, war es für ihn gleichsam taghell (divā), und das ist der Götter (deva) Gottheit, dafs es für ihn, nachdem er sie geschaffen, gleichsam taghell war. Nun schuf er mit dem Lebenshauch, welcher unten ist, die Asuras (Dämonen)... Und nachdem sie geschaffen waren, da war es für ihn gleichsam dunkel. Er wusste: ,Wahrlich, Unheil habe ich mir da geschaffen, da es gleichsam dunkel für mich war, nachdem ich sie geschaffen.‘ Und damals schon schlug er sie mit Unheil, und mit ihnen war es schon damals aus. Darum sagt man: ,Nicht wahr ist das von den Kämpfen zwischen Göttern und Asuras, was teils in Erzählungen (anvākhyāna), teils in Legenden (itihāsa) berichtet wird²), denn schon damals hat sie Prajāpati mit Unheil geschlagen, schon damals war es aus mit ihnen‘... Was für ihn, als er die Götter geschaffen hatte, gleichsam taghell war, daraus machte er den Tag; und was für ihn, als er die Asuras geschaffen hatte, gleichsam dunkel war, daraus machte er die Nacht. So gab es nun Tag und Nacht.« (Śat. XI, 1, 6, 1—11.)

Cites (1)