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Geschichte der indischen Litteratur v1.c8.s7.84

Geschichte der indischen Litteratur v1.c8.s7.84

Language
German

v1.c8.s7.84

Doch genug von dieser krausen Opferwissenschaft, welche den Hauptinhalt der Brāhmaṇas ausmacht. Glücklicherweise bilden aber einen Bestandteil des Arthavāda oder der »Sinneserklärung« auch die sogenannten Itihāsas, Ākhyānas und Purāṇas, d. h. Geschichten, Sagen und Legenden, welche erzählt werden, um irgendeine rituelle Handlung zu begründen. Wie im Talmud, mit dem die Brāhmaṇas manche Ähnlichkeit haben, neben der theologischen Spiegelfechterei der Halacha der von Heine so schön besungene blühende Garten der Hagada steht, so wird auch in den Brāhmaṇas die Wüstenei öder theologischer Spekulation ab und zu durch eine Oase, in der die Blume der Poesie blüht — eine poetische Erzählung oder eine gedankentiefe Schöpfungslegende —, angenehm unterbrochen.