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Geschichte der indischen Litteratur v1.c8.s9.28

Geschichte der indischen Litteratur v1.c8.s9.28

Language
German

v1.c8.s9.28

² So wie in den Upaniṣads die Entwicklung des Ātmanbegriffes durch die Vorstufen des Puruṣa im Auge, im Spiegelbild, im Schatten und im Traumbild, wozu oft noch der Prāṇa oder Lebensodem kommt, bis zum wahren Ātman verfolgt wird, so finden wir in merkwürdiger Übereinstimmung auch bei den Naturvölkern den Atem, das Augenmännchen, das Spiegelbild, den Schatten und die Traumbilder als Vorstufen des Seelenglaubens. (Vgl. E. B. Tylor, Die Anfänge der Kultur, Leipzig 1873, I, S. 422 ff. Fritz Schultze, Psychologie der Naturvölker, Leipzig 1900, S. 247 ff.) [^1): Chāndogya-Upaniṣad VIII, 7—12. Eine sehr freie poetische Bearbeitung dieses Stückes findet sich unter dem Titel »Die Belehrung der Götter« bei Luise Hitz, Ganga-Wellen, München 1893.