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Geschichte der indischen Litteratur v1.c8.s9.42

Geschichte der indischen Litteratur v1.c8.s9.42

Language
German

v1.c8.s9.42

mit Erkenntnis ausgestattet. An ihm bleiben das Wissen und die Taten, die Erfahrungen des früheren Lebens, haften. Gleichwie eine Raupe, wenn sie an das Ende eines Grashalms gelangt ist, sich in sich selbst zusammenzieht, ebenso zieht sich der Mensch, wenn er den Körper abgestreift hat und das Nichtwissen losgeworden ist, in sein Selbst (Ātman) zusammen. Gleichwie eine Stickerin von einer Stickerei ein Teilchen abtrennt und daraus eine andere, ganz neue und schönere Form schafft, ebenso schafft sich der Mensch hier, nachdem er diesen Körper abgestreift hat und das Nichtwissen losgeworden ist, eine andere, ganz neue und schönere Form, die eines Ahnengeistes oder eines Gandharva, eines Brahman oder eines Prajāpati, eines Gottes oder eines Menschen oder die irgendeines anderen Wesens. . . . Wie er gehandelt, wie er gewandelt, so wird er; wer Gutes getan, wird als Guter, wer Böses getan, als Böser wiedergeboren. Gut wird er durch gute Tat, böse durch böse Tat. Darum sagt man ja: »Der Mensch hier ist ganz aus Begierde gebildet, und je nachdem seine Begierde ist, danach ist sein Entschluſs, und je nachdem sein Entschluſs ist, danach vollzieht er die Tat, und je nachdem er die Tat vollzieht, danach ist sein Geschick.«¹