Geschichte der indischen Litteratur v1.c9.s8.23
Geschichte der indischen Litteratur v1.c9.s8.23
- Language
- German
v1.c9.s8.23
Der Ruhm aller der Heldentaten des Kṛṣṇa dringt zu den Ohren des Kaṁsa und erregt dessen Besorgnis. Um ihn unschädlich zu machen, läfst er die beiden jugendlichen Helden nach Mathurā kommen, wo sie bei einem Feste mit seinen besten Ringern kämpfen sollen. Aber kaum in der Stadt angelangt, verrichtet Kṛṣṇa erstaunliche Wunder- und Krafttaten. So spannt er des Königs grofsen Bogen, den selbst die Götter nicht zu spannen vermögen, so kräftig, dafs er mit mächtigem Getöse entzweibricht. Einem Elefanten, den Kaṁsa auf die Jünglinge losläfst, reifst Kṛṣṇa den Stofszahn aus und erschlägt ihn damit. Aber auch die zwei gewaltigen Ringkämpfer, welche Kaṁsa den Jünglingen entgegenstellt, werden von diesen getötet. Zornentbrannt befiehlt nun der König, die Hirtenjünglinge und alle Hirten aus seinem Reiche zu verjagen. Da stürzt sich Kṛṣṇa wie ein Löwe auf Kaṁsa, schleppt ihn bei den Haaren in die Mitte der Arena und tötet ihn.