Geschichte der indischen Litteratur v1.c9.s8.26
Geschichte der indischen Litteratur v1.c9.s8.26
- Language
- German
v1.c9.s8.26
Ebenso wird die folgende Erzählung von dem Raub der Rukmiṇī lange ausgesponnen²). Der König Bhīṣmaka von Vidarbha hat seine Tochter Rukmiṇī dem König Śiśupāla zur Ehe versprochen, und die Hochzeit sollte gefeiert werden. Da kommt Kṛṣṇa mit seinem Bruder Rāma zur Hochzeitsfeier und raubt die Braut. Die schwer beleidigten Fürsten jagen ihm nach, werden aber von Rāma zurückgeschlagen. Rukmin, der Bruder der Geraubten, schwört, er wolle nicht mehr nach seiner Vaterstadt zurückkehren, wenn er nicht Kṛṣṇa getötet habe und seine Schwester zurückbringe. Es kommt zu einem heftigen Kampfe, in welchem Rukmin besiegt wird; auf Bitten der Rukmiṇī aber schenkt ihm Kṛṣṇa das Leben. Um seinen Eid nicht zu brechen, gründet sich Rukmin eine neue Stadt. In Dvārakā findet die Hochzeit des Kṛṣṇa mit Rukmiṇī statt. Er erzeugt mit ihr zehn Söhne, heiratet aber dann noch sieben Königinnen und sechzehntausend andere Frauen, mit denen er Tausende von Söhnen erzeugt. Pradyumna, ein Sohn des Kṛṣṇa und der Rukmiṇī¹), heiratet später eine Tochter des Rukmin, und deren Sohn Aniruddha heiratet eine Enkelin des Rukmin. Bei der Hochzeit des Aniruddha geraten Rāma und Rukmin beim Würfelspiel in Streit, und letzterer wird von Rāma erschlagen. Daran schliefst sich eine Verherrlichung der Taten des Rāma²).