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Geschichte der indischen Litteratur v2.c16.s2.33

Geschichte der indischen Litteratur v2.c16.s2.33

Language
German

v2.c16.s2.33

So kehrt er nach Rājagaha zurück, wo er dem Prinzen Abhaya das erworbene Geld als Entschädigung dafür, daß er ihn aufgezogen, überreicht. Dieser nimmt es nicht an, wünscht aber, daß Jīvaka in Rājagaha seinen Wohnsitz aufschlage. Nachdem er den alten König Bimbisāra von einem unangenehmen Leiden befreit hat, wird er königlicher Leibarzt und vollzieht mancherlei merkwürdige Kuren. Einmal wird ein großer Kaufherr in Rājagaha schwer krank. Alle Ärzte haben ihn schon aufgegeben. Da gibt der König die Erlaubnis, daß sein Leibarzt den Kaufherrn behandle. Jīvaka bedingt sich zuerst ein Honorar von hunderttausend Gulden für sich und ebensoviel für den König aus, dann fragt er ihn, ob er imstande sein werde, auf der einen Seite, dann auf der andern Seite und schließlich auf dem Rücken je sieben Monate ruhig zu liegen. Der Kranke bejaht die Fragen, worauf ihn der Arzt ans Bett bindet, ihm die Kopfhaut auseinander schneidet, zwei Würmer herauszieht — diese waren es, die des Kaufherrn Leben bedroht hatten — und die Wunde wieder zunäht. Der Kranke ist aber nicht imstande, je sieben Monate auf einer Seite zu liegen, sondern hält es immer nur sieben Tage aus. Nach dreimal sieben Tagen ist er aber gesund. Jīvaka erklärt nun, er habe nur deshalb von sieben Monaten gesprochen, weil der Patient es sonst nicht einmal sieben Tage ausgehalten hätte, ruhig zu liegen.