Geschichte der indischen Litteratur v2.c16.s2.46
Geschichte der indischen Litteratur v2.c16.s2.46
- Language
- German
v2.c16.s2.46
Aber auch ernste Erzählungen von reinster, echt buddhistischer Moral sind gelegentlich eingefügt; so die rührende Geschichte von dem Prinzen Lebelang, der alles aufbietet, um die Ermordung seiner Eltern zu rächen, in dem Augenblicke aber, wo der Mörder, der König Brahmadatta, ganz in seine Hand gegeben ist, das schon gezückte Schwert wieder in die Scheide steckt und auf die Rache verzichtet¹). Endlich fehlen auch die Gleichnisse, die in den Predigten und Sprüchen eine große Rolle spielen, im Vinayapiṭaka nicht. So werden z. B. im Cullavagga (IX, 1, 3 f.) in einem sorgfältig ausgeführten Gleichnis acht Eigenschaften des Ozeans mit acht Eigentümlichkeiten der buddhistischen Lehre und Ordenszucht verglichen. Her begegnet uns der oft zitierte Satz:
Linked texts (1)
- Cullavagga — Pāli