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Geschichte der indischen Litteratur v2.c16.s3.t2.36

Geschichte der indischen Litteratur v2.c16.s3.t2.36

Language
German

v2.c16.s3.t2.36

Wie schlecht stimmt die kindische Legende zu dem schönen und tiefsinnigen Buddhawort! Es kommen aber auch Fälle vor, wo der Vers mit der Erzählung gar nicht in Einklang steht, z. B. V, 5 und VII, 10. Ich glaube daher, daß nur die Udāna-Verse zur echten altbuddhistischen Poesie gehören, während die Prosaerzählungen von einem oder mehreren Kommentatoren teils dazu erfunden, teils aus anderen Texten herübergenommen worden sind. Einige von den Erzählungen sind nämlich Bruchstücke der Buddhabiographie, die mit Stücken des Mahāparinibbānasutta und des Vinayapiṭaka identisch sind¹. Daß sie in den Kanon aufgenommen wurden, mag darin seinen Grund haben, daß sie vielleicht älter sind, als die Erzählungen des Dhammapadakommentars; vielleicht aber auch nur darin, daß diese kurzen Aussprüche mehr einer Ergänzung durch einleitende Erzählungen zu bedürfen schienen.

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