Geschichte der indischen Litteratur v2.c16.s3.t2.67
Geschichte der indischen Litteratur v2.c16.s3.t2.67
- Language
- German
v2.c16.s3.t2.67
Aber der Suttanipāta enthält nicht nur lehrhafte, sondern auch einzelne erzählende Dialoge. Von diesen sind drei — Nālakasutta (37), Pabbajjāsutta (27) und Padhānasutta (28) — für uns von besonderer Wichtigkeit. Denn sie sind kostbare Reste jener alten geistlichen Balladendichtung, aus welcher die spätere epische Bearbeitung des Lebens des Buddha ebenso hervorgegangen ist, wie das Heldenepos aus weltlichen Balladen oder Ākhyānas¹). Die Haupteigentümlichkeit dieser Balladen ist die Gesprächsform. Rede und Gegenrede genügten wohl meistens, um dem Hörer den Gang einer Erzählung vor Augen zu führen. Wo das nicht der Fall war, wurden aber auch oft knappe Prosaformeln, eine kurze Einleitung oder ein paar kurze Sätze in Prosa eingefügt. Eine weitere Stufe der Entwicklung war es, daß man zwischen die Gesprächsstrophen auch erzählende Strophen einschob. Diese letzte Stufe in der Entwicklung des altindischen Ākhyāna, die eigentliche Vorstufe des Epos, sehen wir in den drei erwähnten, Szenen aus der Jugendgeschichte des Buddha behandelnden Balladen des Suttanipāta. Die Hauptzüge der späteren Buddhalegende sehen wir hier bereits vorbereitet. Das Nālakasutta spielt unmittelbar nach der Geburt des Buddhakindes:
Cites (1)
- Suttanipāta — Pāli