Geschichte der indischen Litteratur v2.c16.s3.t2.69
Geschichte der indischen Litteratur v2.c16.s3.t2.69
- Language
- German
v2.c16.s3.t2.69
Die Götter im Himmel sind in freudiger Erregung. Der himmlische Seher Asita nimmt ihre Jubelausbrüche wahr und erfährt auf seine Frage, daß eben in der Stadt der Sakyas im Lumbinīhain zum Heile der Welt der Buddha geboren worden ist. Da begibt sich der Weise vom Himmel herab zum Palaste des Suddhodana und verlangt den neugeborenen Knaben zu sehen. Und wie er den Knaben sieht, der »wie ein Feuer, wie der hellste der Sterne, wie die herbstliche Sonne am wolkenlosen Himmel« strahlt, während göttliche Wesen ihm Kühlung zufächeln, da nimmt er das Kind in die Arme und ruft aus: »Dies ist der Unvergleichliche, der Höchste der Menschen.« In demselben Augenblick aber denkt er an sein eigenes bevorstehendes Ende und bricht in Tränen aus. Bestürzt fragen die Sakyas, ob dem Knaben irgendein Unheil drohe. Der Weise beruhigt sie. Der Knabe werde den Gipfel vollkommener Erleuchtung erlangen. Er selbst aber werde es nicht erleben, die Predigt des Erhabenen zu hören; darum sei er betrübt. Bevor er scheidet, ermahnt er noch seinen Neffen Nālaka, dem Buddha zu folgen, sobald dessen Ruf erschallen werde²).
Cites (1)
- Suttanipāta — Pāli