Geschichte der indischen Litteratur v2.c16.s3.t2.7
Geschichte der indischen Litteratur v2.c16.s3.t2.7
- Language
- German
v2.c16.s3.t2.7
Nr. 1 ist das buddhistische Glaubensbekenntnis, Nr. 2 eine Aufzählung der zehn Gebote für die Mönche, Nr. 3 ein Verzeichnis der 32 Körperteile zum Zwecke der Meditation über die Ekelhaftigkeit und Nichtigkeit des menschlichen Körpers, und Nr. 4 enthält die »Fragen des Novizen«. Hier werden in 10 Fragen (»Was ist eins? Was ist zwei?« usw.) und Antworten — nach Art des Aṅguttaranikāya — die wichtigsten buddhistischen Termini erklärt. Die fünf übrigen Stücke sind kurze Suttas, die sowohl durch ihren Inhalt, als auch durch formelhafte Wendungen und Refrains sich als liturgischen Zwecken dienend verraten. Von jeher hat man in Indien viel auf Maṅgalas gegeben, d. h. auf alle möglichen Dinge und Zeremonien, die als gute Omina gelten oder Glück bringen sollen. Solche Maṅgalas, wie Glückwünsche, Segenssprüche, Speisung von Brahmanen, Blumenkränze, Musik, Gesang usw. durften bei keinem Opferfest, keiner Hochzeitsfeier oder Geburtszeremonie u. dgl. fehlen. In dem Maṅgalasutta¹ (Nr. 5) lehrt Buddha, was er für die besten Maṅgalas hält. Es heißt da z. B.: