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Geschichte der indischen Litteratur v2.c16.s5.63

Geschichte der indischen Litteratur v2.c16.s5.63

Language
German

v2.c16.s5.63

Eine Spitze gegen die »nackten Asketen« enthält auch die in mehrfacher Beziehung interessante Geschichte von Visākhā²), deren Moral aber auch nur darin gipfelt, daß diese reiche und fromme Laienanhängerin deshalb mit ungeheuren Reichtümern gesegnet ist, weil sie in einem früheren Dasein dem damaligen Buddha große Ehren erwiesen, und daß sie auch in ihrem neuen Dasein ein gutes Karman dadurch erwirbt, daß sie ihren Reichtum zu großartigen Schenkungen an die buddhistische Mönchsgemeinde benutzt. Manche der Erzählungen sind nur Versionen von solchen, die schon in Büchern des Tipiṭaka vorkommen. So ist z. B. die Geschichte von dem Heiligen Godhika³), der sich die Kehle abschneidet, um ins Nirvāṇa einzugehen, worauf Māra vergebens nach einer Spur von ihm sucht, nur eine wenig abweichende Form der im Saṃyuttanikāya⁴) erzählten Legende. Daß aber auch in dieser Sammlung, ebenso wie im Jātakabuch, zuweilen der Humor zu seinem Rechte kommt, beweist die in Form eines Jātaka erzählte Fabel vom widerspenstigen Esel⁵), deren Inhalt hier noch kurz mitgeteilt sei:

Cites (3)