Geschichte der indischen Litteratur v2.c16.s5.70
Geschichte der indischen Litteratur v2.c16.s5.70
- Language
- German
v2.c16.s5.70
Auch in denjenigen Kommentaren, als deren Verfasser sich Buddhaghosa selbst nennt, begegnen uns manche wertvolle Überlieferungen und Beiträge zur indischen Erzählungslitteratur¹). So enthält die Sumaṅgalavilāsinī im Kommentar zum Brahmajālasutta einen merkwürdigen Bericht über das tägliche Leben des Buddha. Hier erscheint der Buddha einerseits schon als eine Art Halbgott ähnlich wie in den Mahāyānasūtras — wenn er seinen Almosengang antritt, reinigen sanfte Winde den Boden vor ihm, Wolken löschen mit einem leichten Regenschauer den Staub und breiten sich dann als Baldachin über ihm aus, unebene Stellen werden eben, und Lotusblumen sprießen unter seinen Fußtritten hervor, sechsfarbige Strahlen gehen von seinem Körper aus, usw. —, aber andererseits führt er doch ganz das Leben eines Bettelmönchs²). In den Kommentar zum Sāmaññaphalasutta (I, p. 132 ff.) sind Geschichten von dem Arzt Jīvaka eingeflochten. Und im Kommentar zum Ambaṭṭhasutta (I, p. 259 ff.) findet sich die kulturgeschichtlich außerordentlich interessante Stammessage der Sakyas und Koliyas, aus der nur folgendes hervorgehoben sei:
Cites (4)
- Brahmajālasutta — Pāli
- Sāmaññaphalasutta — Pāli
- Ambaṭṭhasutta — Pāli
- Mahāyānasūtra — Sanskrit