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Geschichte der indischen Litteratur v2.c16.s6.4

Geschichte der indischen Litteratur v2.c16.s6.4

Language
German

v2.c16.s6.4

¹ Unsere erste Kenntnis dieser Litteratur, die uns hauptsächlich in Nepal erhalten ist, verdanken wir Brian Houghton Hodgson, der von 1821—1843 in Nepal lebte und sich als Staatsmann, Geograph, Zoolog, Ethnograph und Erforscher indischer Sprachen und Altertümer gleichgroße Verdienste erwarb. Durch ihn gelangten zahlreiche buddhistische Handschriften in die indischen und europäischen Bibliotheken, insbesondere auch nach Paris, wo sie in Eugène Burnouf (Introduction à l'histoire du Buddhisme Indien, 2ᵉme éd., Paris 1876) einen ausgezeichneten Bearbeiter fanden. Um dieselbe Zeit (1824), als Hodgson seine für die Kenntnis der buddhistischen Litteratur so wichtigen Entdeckungen machte, hatte gerade der berühmte Ungar Alexander Csoma de Körös, nachdem er zu Fuß von Ungarn nach Tibet gewandert war, mit der Erschließung der buddhistischen Litteratur von Tibet begonnen. (Kurz nachher wurde auch durch George Turnour die Pālilitteratur von Ceylon erschlossen.) Über den Inhalt zahlreicher Handschriften der buddhistischen Sanskritlitteratur berichten Rājendralāla Mitra, The Sanskrit Buddhist Literature of Nepal, Calcutta 1882 und C. Bendall, Catalogue of Buddhist Sanskrit Manuscripts in Cambridge, Cambridge 1883. Die tibetischen Übersetzungen (im Kandschur und Tandschur) sind beschrieben von A. Csoma de Körös, Asiatic Researches, vol. 20, Calcutta 1836, und L. Feer, Annales du Musée Guimet, t. 5, Paris 1883. Das Hauptwerk über die chinesischen Übersetzungen ist Bunyiu Nanjio's Catalogue of the Chinese Translation of the Buddhist Tripiṭaka, Oxford 1883.