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Geschichte der indischen Litteratur v2.c16.s7.31

Geschichte der indischen Litteratur v2.c16.s7.31

Language
German

v2.c16.s7.31

Man hat aber sogar den Tod Christi mit Buddhas Eingehen ins Nirvāṇa verglichen. Seydel hat darauf hingewiesen, daß beide Ereignisse von einem Erdbeben begleitet sind, während Edmunds gar hervorhebt, daß sowohl Jesus als auch Buddha — im Freien sterben¹). Und doch zeigt sich nirgends so sehr die Verschiedenheit der beiden Religionstexte. Welch ein Unterschied zwischen dem Mahāparinibbānasutta und dem 27. Kapitel des Matthäus! Hier die erschütternde Tragödie eines Märtyrers und Opfers des Fanatismus, dort das ruhige Hinübergehen eines Weisen — eine herrliche Euthanasia. Im Evangelium Matthäi birst die Erde und bebt, und die Gräber öffnen sich aus Entsetzen über die Untat, die da begangen wurde; im Mahāparinibbānasutta bebt die Erde, um ihren Beifall zu dem schönen Ereignis des völligen Nirvāṇa des Herrn zu erkennen zu geben.

Cites (1)