Geschichte der indischen Litteratur v2.c16.s7.44
Geschichte der indischen Litteratur v2.c16.s7.44
- Language
- German
v2.c16.s7.44
² Schon im Jahre 1612 hat der Portugiese Diogo do Conto die Barlaam-Josaphat-Legende mit der Buddhalegende verglichen (Ind. Ant. XII, p. 288 f.). Aber Laboulaye hat im Journal des Débats vom 26. Juli 1859 zuerst den buddhistischen Ursprung der Legende behauptet. Den Nachweis hat dann Felix Liebrecht (im Jahrbuch für romanische und englische Literatur II, 1860, S. 314 ff. und in dem Buch »Zur Volkskunde«, Heilbronn 1879, S. 441 ff.) erbracht. Die ganze Geschichte des Romans hat E. Kuhn (»Barlaam und Joasaph, eine bibliographisch-litterargeschichtliche Studie«, Abhandl. der I. Cl. der k. bayr. Akademie der Wiss. XX, München 1897) durch die Weltlitteratur verfolgt. Kuhn (S. 39) glaubt aber, daß der Verfasser »die gesamte buddhistische Tradition in freierer Weise benützte, und nicht einen bestimmten Text wie den Lalitavistara. Vgl. auch die Litteratur bei V. Chauvin, Bibliographie des ouvrages Arabes III, 1898, p. 83 ff.