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Geschichte der indischen Litteratur v2.c16.s8.t2.80

Geschichte der indischen Litteratur v2.c16.s8.t2.80

Language
German

v2.c16.s8.t2.80

Bei den Digambara-Jainas heißen die Caritras zuweilen auch Purāṇas. So gibt es ein Padmacarita oder Padma-purāṇa von Vimalasūri in Jaina-Māhārāṣṭrī und ein Padma-purāṇa von Raviṣeṇa in Sanskrit¹). Es gibt auch ein Mahā-purāṇa, dessen erster Teil das Ādipurāṇa des Jinasena ist, dessen Schüler Guṇabhadra den zweiten Teil, das Uttara-purāṇa, schrieb. Jinasena ist auch der Verfasser des 784 n. Chr. vollendeten Harivaṁśapurāṇa. Das Ādipurāṇa erzählt die Geschichte des ersten Tīrthakara Ṛṣabha, enthält aber, ähnlich wie die brahmanischen Purāṇas, auch Abschnitte über allerlei Riten und Zeremonien. Das Uttarapurāṇa gibt die Lebensbeschreibungen der übrigen Tīrthakaras²). Ein Werk ganz nach der Art der zu den Purāṇas gehörigen Māhātmyas ist das Šatruñjaya-Māhātmya, eine Verherrlichung des heiligen Berges Šatruñjaya. Zahlreiche jinistische Legenden und brahmanische Sagen, zum Teil sehr entstellt, sind in die aus 14 Sargas bestehende epische Dichtung aufgenommen¹).

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