Geschichte der indischen Litteratur v2.c16.s8.t2.85
Geschichte der indischen Litteratur v2.c16.s8.t2.85
- Language
- German
v2.c16.s8.t2.85
Ein religiöser Roman in Prākritprosa mit eingestreuten Versen (gāthās) ist die Samarāiccakahā des uns schon bekannten Haribhadra²). Nach dem Vorbild der Samarāiccakahā gedichtet ist wahrscheinlich auch die Bhavisattakahā³) von Dhaṇavāla (aus dem Geschlecht der Dharkaṭa). Das ist ein romantisches Epos im Apabhraṃśadialekt. Den Kern der Dichtung bildet ein Märchen, dessen Held wundersame Abenteuer erlebt, in eine verlassene Stadt kommt und schließlich eine Prinzessin heimführt. Im zweiten Teil werden Kämpfe nach Art des Mahābhārata und Rāmāyaṇa geschildert, während ein dritter Teil die Geschichten der Hauptpersonen in früheren Geburten enthält, wie das in Jaina-Erzählungen üblich ist.
Cites (4)
- Samarāiccakahā — Haribhadra Sūri, Māhārāṣṭrī Prakrit
- Bhavisattakaha — Dhanapāla (Dhaṇavāla), Apabhraṃśa
- Mahābhārata — Vyāsa, Sanskrit
- Vālmīkirāmāyaṇa — Vālmīki, Sanskrit