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Geschichte der indischen Litteratur v2.c16.s8.t2.90

Geschichte der indischen Litteratur v2.c16.s8.t2.90

Language
German

v2.c16.s8.t2.90

Siddha war ein Vetter des Dichters Māgha. Eines Tages sah seine Mutter ihre junge Schwiegertochter weinen und fragte sie um die Ursache ihres Schmerzes. Die junge Frau erzählte, daß ihr Gatte nie vor Mitternacht nach Hause komme. Die Schwiegermutter tröstete sie und versprach, ihren Sohn zu ermahnen. Als Siddha das nächste mal spät in der Nacht heimkehrte, öffnete sie ihm nicht die Tür, sondern sagte ihm, er möge hingehen, wo man die Türen so spät nachts offen habe. Da ging Siddha zu den Jainamönchen, deren Türen stets offen sind. Sie erkannten in ihm den künftigen Prabhāvaka und nahmen ihn feierlich auf. Er wurde Jainamönch, und sein Vater bemühte sich vergebens, ihn von seinem Entschluß abzubringen. Nachdem er eine Zeitlang bei den Buddhisten gelernt hatte und ihr Anhänger geworden war, wurde er nachher wieder von seinem alten Lehrer zum Jainaglauben zurückgeführt.