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Geschichte der indischen Litteratur v3.c21.s6.76

Geschichte der indischen Litteratur v3.c21.s6.76

Language
German

v3.c21.s6.76

In seinen Vergleichen bemüht sich Māgha, möglichst originell zu sein. So vergleicht er (II, 18) die Schweißtropfen an dem vor Haß gegen den Feind glühend roten Körper des Balarāma mit Sternen, die an dem Abendrothimmel hervorbrechen. Die indischen Kunstkritiker nannten aber den Dichter »Glocken-Māgha«¹), weil sie das Bild (IV, 20) besonders bewunderten, wo Māgha einen Berg, auf dessen einer Seite die Sonne untergeht, während auf der anderen der Mond heraufsteigt, mit einem Elefanten vergleicht, von dessen Rücken zwei Glocken herabhängen. Auch in der Verwendung von Wortspielen und Doppelsinnigkeiten ist Māgha ein Meister. Im XVI. Gesang tritt ein Bote des Śiśupāla auf und bringt dem Kṛṣṇa eine absichtlich doppelsinnige Botschaft, indem dieselben Verse zugleich eine höfliche, demütige Entschuldigung und eine freche Kriegserklärung enthalten.

Cites (1)