Pramāṇa · Search · About · API

Geschichte der indischen Litteratur v3.c21.s8.46

Geschichte der indischen Litteratur v3.c21.s8.46

Language
German

v3.c21.s8.46

Von der außerordentlichen Beliebtheit der Sattasaī zeugt es, daß uns nicht weniger als sechs verschiedene Rezensionen des Werkes erhalten sind, die sich nicht nur durch die Textgestalt und die Reihenfolge der Verse, sondern auch durch den Textbestand selbst unterscheiden. Nur 430 Verse kommen in sämtlichen Rezensionen vor. Allem Anschein nach hat die Sammlung, die ursprünglich einen mehr einheitlichen Charakter und das Gepräge eines in gewissem Sinne selbständigen Werkes hatte, erst unter den Händen der Abschreiber, die von allen Orten und Enden Prākritverse zusammentrugen und unvollständige Handschriften durch ihre eigenen Sammlungen ergänzten, immer mehr den Charakter einer bunten Anthologie von Prākritversen angenommen. Wenn wir daher von der Sattasaī als einem alten, vielleicht im 2. Jahrhundert n. Chr. entstandenen Werk sprechen, so meinen wir damit nur den Grundstock des Textes. Höchstens die Verse, die in sämtlichen Rezensionen vorkommen, können auf dieses hohe Alter Anspruch erheben²).

Cites (1)