Geschichte der indischen Litteratur v3.c21.s8.73
Geschichte der indischen Litteratur v3.c21.s8.73
- Language
- German
v3.c21.s8.73
³ Vgl. Eggeling, Ind. Off. Cat. p. 1467 ff.; Haeberlin 374—400, 401—409, 323—347, 348—373. In dem Padāṅka- oder Kṛṣṇapadāṅkadūta wird der Schmerz einer Hirtin geschildert, die im Haine die Fußspur des Kṛṣṇa entdeckt und dadurch an den abwesenden Geliebten erinnert wird. In dem Manodūta macht der Dichter Viṣṇudāsa seinen eigenen Geist zum Boten, um dem Gott Viṣṇu seine Gefühle der Ergebenheit auszudrücken; s. Ind. Off. Cat. p. 1470. Ein anderes Gedicht mit demselben Titel, 1758 von Vrajanātha verfaßt, ist keine eigentliche Nachahmung des Meghadūta, es schildert die Gedanken, welche Draupadī, während ihr die Kleider vom Leibe gerissen werden, an den Gott Kṛṣṇa sendet; s. Km., Part XIII, pp. 84—130; Krishnamacharya 128 f. Weder eine Nachahmung noch ein Vorbild, aber immerhin eine interessante Parallele zu diesen »Botschaften« sind die Verse von Jātaka Nr. 297 (vgl. Pischel, HL 28 Anm.), in denen ein Gepfählter einer vorüberfliegenden Krähe eine Liebesklage an seine geliebte Frau aufgibt.
Cites (3)
- Jātaka — Pāli
- Meghadūta — Kālidāsa, Sanskrit
- Padāṅkadūta — Kṛṣṇasārvabhauma 1694, Sanskrit