Geschichte der indischen Litteratur v3.c22.s2.41
Geschichte der indischen Litteratur v3.c22.s2.41
- Language
- German
v3.c22.s2.41
Das Mahābhāṣya selbst ist nun zwar in erster Linie ein Kommentar zu den Vārttikas. Aber Patañjali begnügt sich nicht damit, sie zu erklären und zu kritisieren, wobei er dem Kātyāyana manchmal zustimmt, oft aber auch widerspricht, sondern er setzt auch das Werk des Kātyāyana fort, indem er die Sūtras des Pāṇini kritisch untersucht und sie bald gegen erhobene Einwände verteidigt, bald verbessert und ergänzt. Daß auch Patañjali seine grammatischen Bemerkungen nicht irgendeiner Theorie zuliebe »gemacht«, sondern aus Beobachtungen der Sprache geschöpft hat, beweist die Einleitung zum Mahābhāṣya, wo der Schüler fragt, was für einen Sinn es habe, Wörter zu lernen, die tatsächlich nicht gebraucht werden, und darauf die Antwort erhält, daß diese Wörter früher einmal gebraucht worden sind oder daß sie in einem anderen Lande gebraucht werden.
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- Aṣṭādhyāyī — Pāṇini, Sanskrit