Geschichte der indischen Litteratur v3.c22.s3.29
Geschichte der indischen Litteratur v3.c22.s3.29
- Language
- German
v3.c22.s3.29
Von größter Wichtigkeit sind die Wörterbücher des Hemacandra. Er hat sie, wie er selbst sagt, als Ergänzung zu seiner Grammatik verfaßt. Ein synonymisches Wörterbuch ist die Abhidhānacintāmaṇināmamālā, kurz Abhidhānacintāmaṇi genannt¹). Das Werk besteht aus einer Einleitung, die über die verschiedenen Wortarten handelt, und aus sechs Abschnitten, von denen der erste die Jainagottheiten, der zweite die brahmanischen Götter, der dritte die Menschen, der vierte die Tiere, der fünfte die Bewohner der Unterwelt und der sechste die Abstrakta, Adjektiva und die Partikeln behandelt. Hemacandra selbst verfaßte einen Kommentar zu seinem Werk. Außerdem gibt es noch mehrere Nachträge dazu, teils von ihm selbst, teils von anderen²). Als Ergänzung zum Abhidhānacintāmaṇi schrieb er auch den Nighaṇṭuśeṣa, ein botanisches Glossar in 396 Ślokas. Der Anekārthasaṃgraha³) des Hemacandra ist ein homonymisches Wörterbuch in sieben Abschnitten. Und zwar werden in den ersten sechs Abschnitten der Reihe nach die ein- bis sechssilbigen Substantiva und Adjektiva erklärt, während der siebente Abschnitt die Indeclinabilia behandelt. Die Anordnung der Wörter ist sehr praktisch; sie sind nach der Silbenzahl, nach dem Anfangsbuchstaben und nach dem Endkonsonanten geordnet. Einen sehr inhaltsreichen Kommentar zu dem Kośa hat Hemacandras Schüler Mahendrasūri herausgegeben oder selbst verfaßt.
Cites (2)
- Anekārthasaṃgraha — Hemacandra, Sanskrit
- Nighaṇṭuśeṣa — Hemacandra, Sanskrit