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Geschichte der indischen Litteratur v3.c22.s3.40

Geschichte der indischen Litteratur v3.c22.s3.40

Language
German

v3.c22.s3.40

Die Pāiyalacchī ist von Hemacandra in seiner Deśīnāmamālā oder Deśīśabadasaṃgraha¹) benützt worden. Wie der Titel besagt, soll dieses Werk die »Deśī«-Wörter behandeln. Die Prākritgrammatiker, die ja grundsätzlich das Prākrit vom Sanskrit ableiten, teilen nämlich den gesamten Wortschatz in drei Klassen ein: Tatsama (Wörter, die ihm, d. h. dem Sanskrit, gleich sind), Tadbhava (Wörter, die von ihm, d. h. dem Sanskrit, abstammen) und Deśī (oder Deśya), »Provinzialismen«, die nicht aus dem Sanskrit abgeleitet werden können. Hemacandra hat nun allerdings in sein Wörterbuch auch Tatsama- und Tadbhava-Wörter aufgenommen, aber nur in geringer Zahl. Und darum ist sein Werk für unsere Kenntnis des Prākrit von ganz außerordentlicher Wichtigkeit, — nicht etwa weil Hemacandra eigene Quellenforschungen angestellt hat, sondern weil uns die Werke, aus denen er, wie er selbst zugesteht, sein Lexikon kompiliert hat, nicht mehr erhalten sind. Die Deśīnāmamālā ist in acht Vargas eingeteilt, die alphabetisch und nach der Silbenzahl angeordnet sind. Wie zu seinen anderen Werken, hat Hemacandra auch zu diesem selbst einen Kommentar geschrieben.

Cites (1)