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Geschichte der indischen Litteratur v3.c22.s5.43

Geschichte der indischen Litteratur v3.c22.s5.43

Language
German

v3.c22.s5.43

Die großen Ṛṣis kommen zu Manu und bitten ihn, ihnen die heiligen Gesetze der Kasten zu verkünden. Manu willigt ein und beginnt mit einem Bericht über die Schöpfung. Dieser ziemlich verworrene Schöpfungsbericht, der von Manu begonnen und dann von Bhṛgu fortgesetzt wird, beruht zum Teil auf vedischen Quellen, ist aber stark mit Sāṃkhya-Lehren vermengt¹). Die Abschnitte I—V handeln nach einer kurzen Einleitung über die Quellen des Dharma, unter denen der Veda die erste ist, über die Weihen (Saṃskāras), die an jedem Mitglied der höheren Kasten vollzogen werden müssen, insbesondere über die Schülerweihe (Upanayana), über das Leben des Veda-Schülers (Brahmacārin), die Pflichten des Hausvaters, die Heirat, die täglichen Zeremonien, die Śrāddhas, die Regeln für den Snātaka, d. i. den jungen Mann, der seine Veda-Lehrzeit beendet hat und weiter beim Lehrer bleibt — eine Art Kodex von Sitten- und Anstandsregeln —, Vorschriften für das Vedastudium, Regeln über erlaubte und verbotene Speisen, über kultliche Unreinheit und Reinigungszeremonien und allerlei die Frauen betreffende Vorschriften. Der VI. Abschnitt handelt von den Waldeinsiedlern und Asketen, der VII. von den Pflichten des Königs. Dieser Abschnitt enthält auch Regeln über Regierungskunst und Politik (nīti).

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