Geschichte der indischen Litteratur v3.c22.s8.32
Geschichte der indischen Litteratur v3.c22.s8.32
- Language
- German
v3.c22.s8.32
Auch Suśruta stellt an den Jünger der Heilkunde die höchsten Anforderungen in bezug auf Eigenschaften des Körpers und des Geistes. Bei der Schüleraufnahme (upanayana) wird der Schüler um das heilige Feuer herumgeführt und feierlich ermahnt, der Sinnenlust zu entsagen und sich von Zorn, Habgier, Stolz, Eitelkeit, Neid, Roheit, Geschwätzigkeit, Lüge, Trägheit usw. fernzuhalten, Nägel und Haare stets kurz geschnitten zu haben, Reinlichkeit zu halten, sich in ein rötliches Gewand zu kleiden und ein aufrechtes, reines und achtungswertes Leben zu führen. Geistliche, Freunde und Nachbarn, Witwen und Waisen, Arme und Reisende soll der Arzt umsonst behandeln, als ob sie seine Verwandten wären. Hingegen soll er Jägern, Vogelstellern, aus der Kaste Ausgestoßenen und Sündern überhaupt keine ärztliche Hilfe leisten.