Geschichte der indischen Litteratur v3.c22.s8.41
Geschichte der indischen Litteratur v3.c22.s8.41
- Language
- German
v3.c22.s8.41
In eine nicht viel spätere oder vielleicht in dieselbe Zeit wie die Aṣṭāṅgahṛdayasaṃhitā, also ins 8. oder 9. Jahrhundert n. Chr., gehört der Rugviniścaya, »Untersuchnng der Krankheiten« von Mādhavakara, dem Sohn des Indukara. Das Werk wird gewöhnlich Mādhavanidāna oder auch nur kurz Nidāna genannt²). Dies ist geradezu das Hauptwerk über Pathologie, in dem die wichtigsten Krankheiten ausführlich behandelt werden und das für alle späteren Werke maßgebend geblieben ist. Zahlreiche Kommentare beweisen die Berühmtheit des Werkes. Dieses Werk wird vorausgesetzt von dem Siddhiyoga oder Vṛndamādhava³) des Vṛnda, in welchem hauptsächlich Rezepte und Verordnungen für alle Krankheiten vom Fieber bis zur Vergiftung gegeben werden. Vṛnda sagt selbst, daß er in der Reihenfolge der Krankheiten dem Rugviniścaya folgt. Jedenfalls hängen die beiden Werke enge zusammen und sind kurz nacheinander entstanden, wenn nicht, wie Hoernle⁴) vermutet, Vṛnda nur ein anderer Name für Mādhavakara ist und die beiden Werke einen und denselben Verfasser haben.
Linked texts (3)
- Aṣṭāṅgahṛdayasaṃhitā — Vāgbhaṭa, Sanskrit
- Mādhavanidāna (Rugviniścaya) — Mādhavakara, Sanskrit
- Mādhavacikitsā — Mādhava Bhaṭṭa, Sanskrit