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Geschichte der indischen Litteratur v3.c22.s9.64

Geschichte der indischen Litteratur v3.c22.s9.64

Language
German

v3.c22.s9.64

Die ersten Kapitel beschäftigen sich mit den Vorzeichen, die mit dem Sonnenlauf, dem Mondwechsel und den Konjunktionen des Mondes mit den Planeten, sowie mit den Eklipsen zusammenhängen. Dann folgen Kapitel über die einzelnen Sternbilder und deren Einfluß auf die Geschicke der Menschen, besonders der Könige. Das XIV. Kapitel enthält eine vollständige Geographie Indiens¹. Daran schließt sich eine Aufzählung der Länder, Völker und Dinge, die unter der Herrschaft der einzelnen Planeten stehen, und es wird gezeigt, wie zwischen den Kämpfen der Planeten und den Kriegen der Könige auf Erden eine enge Beziehung besteht. Auch jedes Jahr steht unter der Herrschaft eines anderen Planeten, und von dem Planeten hängt es ab, ob es ein glückliches oder ein unglückliches Jahr ist. Hier wird z. B. in schwungvollem Kāvyastil geschildert, wie in einem Jahr, das von dem Planeten Venus (Sita) beherrscht wird, die Erde infolge von Regengüssen mit Reis und Zuckerrohr bedeckt ist und herrlich erglänzt, »wie eine prächtige Frau, die in neuem Schmuck erstrahlt«. In einem solchen Jahr wird »im Frühlingsmond reichlich Honigtrank geschlürft mit schönen Frauen, entzückende Lieder werden gesungen zu Laute und Flöte, geschmaust wird mit Gästen, Freunden und Verwandten, und des Liebesgottes Siegesjubel ertönt in einem Jahr des Sita« (XIX, 16—18). Andere Kapitel beschäftigen sich mit der Wetterkunde vom astrologischen Standpunkt, wobei durchweg von den Wolken als von schwangeren Frauen die Rede ist. Einige Kapitel beschäftigen sich mit Vorhersagungen nicht nur über die Ernte, sondern auch über das Steigen und Fallen der Preise. Im Kapitel XLIII wird ausführlich das Fest des Indrabanners beschrieben. Dieses und die folgenden Kapitel könnten ebenso gut in einem Handbuch des Rituals stehen.

Cites (1)