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Geschichte der indischen Litteratur v3.c22.s9.70

Geschichte der indischen Litteratur v3.c22.s9.70

Language
German

v3.c22.s9.70

Trotzdem zwei Kapitel (C und CIII) sich mit der Hochzeit beschäftigen, hat Varāhamihira auch ein eigenes astrologisches Werk über die günstigen Zeiten für die Heirat verfaßt, ein Bṛhad-vivāha-paṭala und ein Svalpa-vivāha-paṭala. Ein besonderes Werk hat Varāhamihira auch über die Vorzeichen beim Auszug des Königs in einen Krieg verfaßt, und zwar unter dem Titel Yogayātrā, »Ausmarsch bei günstiger Konstellation«²). Auch dieses Werk ist in vollendetem Kāvya-stil und in Versen mit künstlichen Metren, zum Teil mit dichterischem Schwung, abgefaßt. Die erste Hälfte des Werkes ist eine Art Einleitung, in der das Verhältnis des Königs zur Astrologie überhaupt behandelt wird. Es wird da auseinandergesetzt, daß die Rücksicht auf die Sterne allein nicht maßgebend sein kann — sonst müßte ja der Astrolog selbst König sein —, sondern daß der König auch selbst das Notwendige tun müsse. Dieser Teil des Werkes liest sich wie ein Stück aus einem Arthaśāstra.

Cites (2)