Geschichte der indischen Litteratur v3.c22.s9.80
Geschichte der indischen Litteratur v3.c22.s9.80
- Language
- German
v3.c22.s9.80
Von der überaus umfangreichen astrologischen Litteratur der späteren Zeit braucht nur wenig genannt zu werden. Eine das ganze Gebiet der Astrologie umfassende, einem alten Ṛṣi zugeschriebene Saṃhitā ist die Vṛddha-Vāsiṣṭha-Saṃhitā. Ein Jaina-Handbuch der Astrologie ist der Jyotiṣasāroddhāra von Harṣakīrti Sūri³). Von einer gewissen Bedeutung ist das Jyotirvidābharaṇa, »der Schmuck der Astrologen«, dadurch, daß sein Verfasser sich Kālidāsa nennt, und daß in diesem Werk der berühmte Vers von den »neun Edelsteinen« am Hofe des Königs Vikramāditya vorkommt. Das Werk besteht aus 22 Kapiteln mit 1435 Versen in verschiedenen Versmaßen. Da auf arabische Astrologie Bezug genommen wird, kann es nicht sehr alt sein. Wahrscheinlich ist es im 16. Jahrhundert geschrieben. Im Jahre 1661 wird es in einem Kommentar zitiert. Es muß ein gewisses Ansehen genossen haben; denn noch im Jahre 1712 verfaßte der Jaina Bhāvaratna einen Kommentar zu dem Werk⁴).
Cites (1)
- Jyotirvidābharaṇa — Kālidāsa 1500, Sanskrit