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Geschichte der indischen Litteratur v3.c22.s9.86

Geschichte der indischen Litteratur v3.c22.s9.86

Language
German

v3.c22.s9.86

Unendlich zahlreich sind die Werke über Omina und Portenta und alle Arten von Wahrsagerei, Traumdeuterei u. dgl. Erwähnt seien nur der Adbhutasāgara, »Ozean der Wunder«, ein Werk über Omina und Portenta, das der König von Gauḍa Ballālasena im Jahre 1168, ein Jahr vor seinem Tode, begann und das dann sein Sohn Lakṣmaṇasena fortsetzte²); das Sāmudratilaka, ein Werk über Wahrsagung, das Durlabharāja, Sohn des Narasiṃha, im Jahre 1160 unter Kumārapāla von Gujarat schrieb und das sein Sohn Jagaddeva vollendete³); und das von demselben Jagaddeva verfaßte Handbuch der Traumdeutung Svapnacintāmaṇi, »Wunschedelstein der Träume«⁴), ein Werk, das nicht nur religionsgeschichtlich, sondern auch litterarhistorisch von Interesse ist. Jagaddeva hat, wie er selbst angibt, die medizinische Litteratur viel benutzt, und die von ihm erwähnten Träume zeigen oft eine auffallende Übereinstimmung mit Märchenmotiven⁵).

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