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Geschichte der indischen Litteratur v3.c22.s9.94

Geschichte der indischen Litteratur v3.c22.s9.94

Language
German

v3.c22.s9.94

² Thibaut a. a. O., S. 71, sagt: »Daß das heutzutage von allen zivilisierten Nationen angewandte Ziffernsystem indischen Ursprungs ist, kann nicht bezweifelt werden.« Dagegen hat sich G. R. Kaye, JASB 1907, p. 475 ff.; 1908, p. 293 ff., mit aller Entschiedenheit gegen die Originalität der Inder in diesem Punkte, wie überhaupt auf dem Gebiet der Mathematik, ausgesprochen. Auch N. Bubnow, Arithmetische Selbständigkeit der europäischen Kultur, Berlin 1914 (insbesondere S. 1 ff., 60 ff., 249 ff.) bestreitet entschieden, daß die Inder die Ziffern und das Stellungsziffernsystem erfunden hätten, glaubt aber, daß sich das schriftliche Rechnen in Indien zuerst Bahn gebrochen habe, nachdem sie vorher von den Griechen das Rechnen mit dem Abakus gelernt hatten (a. a. O., S. 258 f.).