Geschichte der indischen Litteratur v3.c23.25
Geschichte der indischen Litteratur v3.c23.25
- Language
- German
v3.c23.25
In dieselbe Zeit wie die religiöse Dichtung der Šaivas fällt auch die der Vaiṣṇavas von Südindien. Es gibt ein Vaiṣṇava-Prabandha, ein heiliges Buch der Viṣṇuverehrer im Tamillande, mit 4000 Versen der zwölf Āḻvars oder Heiligen, die zugleich Sänger der Gottesliebe waren²). Der Verfasser der größten Zahl dieser Verse war Tirumaṅgai, der in der ersten Hälfte des 8. Jahrhunderts gelebt haben soll³). Unter diesen Āḻvars erscheint auch eine Frau, die Heilige Aṇḍāḷ, der 107 dieser Lieder zugeschrieben werden. Sie sang von Kṛṣṇa und träumte von ihrer Heirat mit Gott nach Art der weiblichen Heiligen des christlichen Mittelalters.
Linked texts (1)
- நாலாயிர திவ்விய பிரபந்தம் — Poykai Āḻvār & Pūtattāḻvār, Tamil