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Geschichte der indischen Litteratur v3.c23.59

Geschichte der indischen Litteratur v3.c23.59

Language
German

v3.c23.59

Noch mehr als sein Meister Kabīr suchte Nānak²) (1469 bis 1538) indische und mohammedanische Gotteslehren zu einer Einheit zu verschmelzen. Seine Gedichte und die seiner Nachfolger, der späteren Heiligen und Gurus, wurden in der Zeit des Guru Arjuna (1581—1606) in dem Ādi Granth³), der heiligen Schrift der Sikhs, gesammelt. Auch Lieder von Kabīr sind in dieses Buch aufgenommen worden, das für die Sikhs ein Hymnenbuch, Gebetbuch und ein Lehrbuch der Theologie zugleich ist. Die Hymnen sind meist in Alt-Hindī mit einer Mischung von Panjābī gedichtet. Der zehnte Guru Govind Singh (1675—1708) machte aus den Sikhs eine große militärische Organisation. Seine Hymnen wurden erst 1734 (nach seinem Tode) zum Ādi Granth hinzugefügt.

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