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Geschichte der indischen Litteratur v3.c23.75

Geschichte der indischen Litteratur v3.c23.75

Language
German

v3.c23.75

Auch Tukārām verschmäht äußerliche Formen des Kultes und des religiösen Lebens, denn ohne Bhakti ist alles andere nutzlos. Weder durch Yoga, noch durch Opfer, noch durch Askese ist Gott zu erreichen, sondern nur durch innige Liebe. Nur im Anblick Gottes ist Seligkeit zu finden. Und heißes Sehnen nach der Gegenwart Gottes spricht aus seinen Liedern. »Wie die Braut nach dem Hause der Mutter zurückblickt und nur zögernden Schrittes davongeht, so blickt meine Seele auf zu dir und sehnt sich danach, dir zu begegnen. Wie dem Kind, das in Angst und Schmerz aufschreit, wenn es die Mutter nicht sehen kann, wie dem Fisch, der aus dem Wasser genommen wird, so ist es, sagt Tukā, mir zu Mute.« Wie ein Bettler steht er an der Türe Gottes und bettelt um ein Almosen: Liebe aus seiner liebenden Hand. Auch er besingt zuweilen Gott als »Mutter Pāṇḍuraṅg«: