Geschichte der indischen Litteratur v3.c23.98
Geschichte der indischen Litteratur v3.c23.98
- Language
- German
v3.c23.98
Aber auch in Bengalen ist seit dem Anfang des 15. Jahrhunderts namentlich die religiöse Dichtung gepflegt worden. Ein Zeitgenosse des Vidyāpati Ṭhākur war der Bengale Caṇḍī Dās, der nahezu tausend Liebeslieder dichtete, in denen in der Verehrung des göttlichen Liebespaares Rādhā und Kṛṣṇa himmlische und irdische Liebe zusammenflossen¹). Als einer der größten Dichter Bengalens gilt Mukundarām Kavikaṅkan, der in seinem 1589 beendeten Gedicht Caṇḍīmaṅgal²) die Göttin Caṇḍī (Durgā) besang. Trotzdem der Schauplatz dieser Dichtung zum großen Teil der Himmel des Śiva ist, schildert der Dichter doch bengalisches Leben treu nach der Wirklichkeit.
Linked texts (1)
- Caṇḍīmaṅgal (Abhayāmaṅgal) — Mukundarām Cakravartī 1555, Bengali