Geschichte der indischen Litteratur v3.c24.s3.9
Geschichte der indischen Litteratur v3.c24.s3.9
- Language
- German
v3.c24.s3.9
Ein wertvolles und interessantes Lehrbuch der Poetik ist die Kāvyamīmāṃsā von dem Dichter Rājaśekhara (ed. by C. D. Dalal and R. Anantakrishna Shastry in Gaekwad’s Oriental Series, No. 1, Baroda 1916). Er zitiert Verse aus seinen drei Sanskritdramen. Er beschreibt ausführlich, wie eine Sabhā beschaffen sein soll. Er berichtet auch vielerlei Details über Dichter und Könige, z. B. daß Sātavāhana, König von Kuntala, den ausschließlichen Gebrauch von Prākrit in seinem Harem befohlen habe, Sāhasāṅka von Ujjayinī dagegen den ausschließlichen Gebrauch von Sanskrit. In der Einleitung zur Ausgabe wird als die Zeit des Rājaśekhara 880—920 n. Chr. angegeben und die Vermutung ausgesprochen, daß die in Jalhaṇas Sūktimuktāvalī zitierten Verse über Dichter (s. oben S. 32 und öfter) aus Rājaśekharas Haravilāsa stammen, während andere dem Dichter ein Werk Kavivimarśa zuschreiben, das die Verse enthielt. Hemacandra hat die Kāvyamīmāṃsā stark benützt, ebenso Vāgbhaṭa. Vgl. auch L. D. Barnett im BSOS 1917, 123 ff.
Cites (5)
- Kāvyamīmāṃsā — Rājaśekhara, Sanskrit
- Haravilāsa — Rājaśekhara, Sanskrit
- Kavivimarśa — Rājaśekhara, Sanskrit
- Sūktimuktāvalī — Jalhaṇa (Devagiri), Sanskrit
- Vāgbhaṭālaṅkāra — Dharmadāsa, Sanskrit