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Geschichte der indischen Litteratur v3.c24.s3: Zum III. Band

Geschichte der indischen Litteratur v3.c24.s3

Language
German

Zum III. Band

v3.c24.s3.1

**S. 4 A. 1, Z. 2.** Nach »281 ff.;« hinzuzufügen: »1898, 289 ff.«

v3.c24.s3.2

**Zu S. 5 A.** Beiträge zur Alaṃkāraśāstra-Litteratur geben auch F. W. Thomas und V. V. Sovani in Bhandarkar Com. Vol. 375 ff., 387 ff.

v3.c24.s3.3

**Zu S. 5 A. 2.** Das Abhinayadarpaṇa des Nandikeśvara ist ins Englische übersetzt von Ananda Coomaraswamy und G. K. Duggirala (Cambridge, Mass. 1917), s. L. D. Barnett, JRAS 1917, 627 f.

v3.c24.s3.4

**Zu S. 8 A. 3.** P. V. Kane (Ind. Ant. 46, 1917, 177 ff.) weist nach, daß das Bhāratīya-Nāṭyaśāstra nicht später als 500 n. Chr. sein kann.

v3.c24.s3.5

**Zu S. 11 A. 1 und 3.** Über Bhāmaha s. auch V. V. Sovani, Bhandarkar Com. Vol. 392 f., und K. P. Trivedī, ebenda 401 ff. Bhāmahas Zeit läßt sich (wie Jacobi in einer noch ungedruckten Abhandlung nachweist, von der er mir bei einem Besuche am 3. Juni 1922 Mitteilung machte) dadurch bestimmen, daß er aus dem Nyāyabindu des Dharmakīrti zwei Stellen zum Teil wörtlich zitiert. Demnach muß Bhāmaha später als 640 und Daṇḍin noch später, gegen Ende des 7. Jahrhunderts, gelebt haben. Dazu stimmt, daß Daṇḍin im Kāvyādarśa II, 197 eine Reminiszenz aus Bāṇas Kādambarī enthält (s. Peterson, Daśakumāracarita Ed. II, Preface, p. 3 note). Daß der Verfasser des Daśakumāracarita von dem des Kāvyādarśa verschieden ist, will G. J. Agashe, Ind. Ant. 44, 1915, 67 f., beweisen. Seine Gründe sind aber unzulänglich.

v3.c24.s3.6

**Zu S. 17 A. 1.** Vāmanas Kāvyālaṃkāra-Sūtravṛtti ist auch (zusammen mit Vāgbhaṭa-Alaṃkāra und Sarasvatīkaṇṭhābharaṇa) herausgegeben von Anundoram Borooah, Calcutta 1883. Eine englische Übersetzung von Vāmanas Sūtra und Vṛtti in Indian Thought, vols. 3 und 4, 1912.

v3.c24.s3.7

**Zu S. 17 A. 5.** Sushil Kumar De, BSOS I, 4, 1920, p. 1 ff., sucht die Frage zu beantworten, wer der Dhvanikāra war, kommt aber nur zu dem Schluß, daß er mindestens hundert Jahre älter als Ānandavardhana sein muß. Später galt aber der letztere so sehr als der eigentliche Vertreter der Dhvani-Theorie, daß man zwischen dem Dhvanikāra und dem Vṛttikāra nicht strenge unterschied.

v3.c24.s3.8

**S. 19 nach Z. 6** einzufügen:

v3.c24.s3.9

Ein wertvolles und interessantes Lehrbuch der Poetik ist die Kāvyamīmāṃsā von dem Dichter Rājaśekhara (ed. by C. D. Dalal and R. Anantakrishna Shastry in Gaekwad’s Oriental Series, No. 1, Baroda 1916). Er zitiert Verse aus seinen drei Sanskritdramen. Er beschreibt ausführlich, wie eine Sabhā beschaffen sein soll. Er berichtet auch vielerlei Details über Dichter und Könige, z. B. daß Sātavāhana, König von Kuntala, den ausschließlichen Gebrauch von Prākrit in seinem Harem befohlen habe, Sāhasāṅka von Ujjayinī dagegen den ausschließlichen Gebrauch von Sanskrit. In der Einleitung zur Ausgabe wird als die Zeit des Rājaśekhara 880—920 n. Chr. angegeben und die Vermutung ausgesprochen, daß die in Jalhaṇas Sūktimuktāvalī zitierten Verse über Dichter (s. oben S. 32 und öfter) aus Rājaśekharas Haravilāsa stammen, während andere dem Dichter ein Werk Kavivimarśa zuschreiben, das die Verse enthielt. Hemacandra hat die Kāvyamīmāṃsā stark benützt, ebenso Vāgbhaṭa. Vgl. auch L. D. Barnett im BSOS 1917, 123 ff.

v3.c24.s3.10

**S. 19, Z. 19.** Lies »Bhāratīya-Nāṭyaśāstra«.

v3.c24.s3.11

**S. 22, Z. 1—5.** Man lese: »schrieb auch der Jaina Vāgbhaṭa, der Sohn des Soma, den Vāgbhaṭālaṃkāra in Ślokas. Ein jüngeres Werk ist das Kāvyānuśāsana von Vāgbhaṭa, dem Sohn des Nemikumāra, in Sūtras mit einem von ihm selbst verfaßten Kommentar.«

v3.c24.s3.12

**Zu S. 22 A. 3.** S. auch Zachariae, GGA 1884, 301 ff., und Jacob, JRAS 1897, 308 f. Schon Weber, HSS. Verz. II, 3, S. 1208, hat die beiden Vāgbhaṭas getrennt.

v3.c24.s3.13

**Zu S. 25 A. 1.** Konow (Das indische Drama, S. 3) hält es mit K. P. Parab und P. V. Kane für wahrscheinlich, daß Viśvanātha Kavirāja in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts lebte.

v3.c24.s3.14

**S. 27, Z. 7.** Lies »Rigveda-Prātiśākhya« statt »Ṛk-Prātiśākhya«. **Z. 9** lies »Rigveda« statt »Ṛgveda«. (Ich bedauere aber, daß ich nicht konsequent immer »Ṛgveda« geschrieben habe.)

v3.c24.s3.15

**Zu S. 29 A. 2.** Das Prākṛta-Piṅgala-Sūtra ist auch herausgegeben in Bibl. Ind. 1902. Über ein Seitenstück zum Prākṛta-Piṅgala-Sūtra, den Chandakośa des Ratnaśekhara aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts, handelt W. Schubring, ZDMG 75, 1921, S. 97 ff.

v3.c24.s3.16

**Zu S. 33 A. 1.** Neuere Untersuchungen über die Hāthigumphā-Inschrift von R. D. Banerji und K. P. Jayaswal in JBRAS 1917. 425 ff.; R. C. Majumdar und K. G. Sankara Aiyar, Ind. Ant. 47, 1918, 223 f.; 48, 1919, 187 ff.; 49, 1920, 43 ff. Nach V. A. Smith (JRAS 1918, 543 ff.) steht jetzt 170 v. Chr. als das Datum der Inschrift fest. S. auch Ramāprasād Chanda, Smith und F. W. Thomas, JRAS 1919, 395 ff.; 1922, 83 f.; Ind. Ant. 48, 1919, 214 ff.

v3.c24.s3.17

**Zu S. 40 ff.** Das vortreffliche Buch von A. Hillebrandt, Kalidasa, Breslau 1921, erschien erst, als der größere Teil dieses Bandes schon gedruckt war.

v3.c24.s3.18

**S. 48, Z. 2.** Lies: »daß Subandhu dem Anfang und Daṇḍin dem Ende des 7. Jahrhunderts n. Chr. angehören.«

v3.c24.s3.19

**Zu S. 50 A. 2.** Über Māgha s. auch D. C. Bhaṭṭāchārya, Ind. Ant. 46, 1917, 191 f.

v3.c24.s3.20

**Zu S. 51 A. 2.** Konow, Das indische Drama, S. 77, kommt bezüglich der Zeit des Bhaṭṭa-Nārāyaṇa auch zu keinen sicheren Resultaten, glaubt aber, daß nichts der Annahme entgegenstehe, daß er in der zweiten Hälfte des 7. Jahrhunderts lebte.

v3.c24.s3.21

**Zu S. 54 A. 1.** Nach D. C. Bhattacharya ist Lakṣmaṇasena 1119 geboren und regierte etwa 1170—1200 n. Chr.

v3.c24.s3.22

**Zu S. 62 A. 3.** Hillebrandt (Kalidasa, S. 42 f.) hält die beiden letzten Gesänge des Raghuvamśa (XVIII und XIX) für unecht, nur weil sie ihm minderwertig und geschmacklos vorkommen. Da aber Mallinātha die Gesänge kommentiert und Hillebrandt selbst ihr hohes Alter nicht bestreitet, sehe ich keinen Grund, sie für unecht zu halten.

v3.c24.s3.23

**Zu S. 65 A. 3.** Unrichtig. Nicht der Nalodaya, sondern ein Kommentar dazu von Rāma Ṛṣi, dem Sohn des Vṛddhavyāsa, ist 1608 n. Chr. geschrieben worden; s. Peterson, 3 Reports, p. 20 f.

v3.c24.s3.24

**S. 66 A. 1, Z. 4.** Lies »deutsche« statt »englische«.

v3.c24.s3.25

**S. 74 A. 6.** Statt »JASB« lies: »Memoirs of the Asiatic Society of Bengal.«

v3.c24.s3.26

**S. 77 A. 1, Z. 5.** Lies: »Vgl. oben S. 54.«

v3.c24.s3.27

**Zu S. 94, Z. 8** hinzuzufügen: Über das Leben des Vastupāla gibt es auch ein Vastupālacaritra von Jinaharṣa. Vastupāla hat sich als Staatsmann, Krieger, Philanthrop, Erbauer von Tempeln, Schirmherr von Dichtern und selbst als Dichter hervorgetan. Er errichtete auch große Bibliotheken, in denen er möglichst viele litterarische Werke sammelte. Verse von ihm werden in Anthologien zitiert. Sein großes Epos (mahākāvya) Naranārāyaṇānanda (herausgegeben in Gaekwad’s Oriental Series No. II, 1916) behandelt die Freundschaft zwischen Arjuna und Kṛṣṇa und die Entführung der Subhadrā durch Arjuna. Es ist zwischen 1220 und 1230 n. Chr. verfaßt.

v3.c24.s3.28

**Zu S. 94, Absatz 3.** Ein historisches Epos aus dem 16. Jahrhundert ist das Rāṣṭrauḍhavaṃśakāvya von Rudrakavi (herausgegeben in Gaekwad’s Oriental Series No. V, 1917). Es handelt (in 20 Sargas) über die Geschichte der Bāgulas von Mayūragiri von dem Begründer der Dynastie Rāṣṭrauḍha bis auf Nārāyaṇa Schah, den Schirmherrn des Dichters.

v3.c24.s3.29

**Zu S. 105 A. 2.** Wilsons Meghadūta-Übersetzung ist auch wieder abgedruckt in dessen Works, vol. 4.

v3.c24.s3.30

**Zu S. 109 A. 4.** P. von Bohlens Übersetzung des Ṛtusaṃhāra ist neu herausgegeben von H. Kreyenborg in der Insel-Bücherei Nr. 282.

v3.c24.s3.31

**Zu S. 109 A. 5.** Hillebrandt, Kalidasa, S. 66 ff., hält den Ṛtusaṃhāra für das »früheste und jugendlichste« Werk des Kālidāsa.

v3.c24.s3.32

**Zu S. 117 f. A. 2.** In dem bengalischen Gedicht Vidyāsundara des Bhāratacandra, des Hofdichters des Rāja Kṛṣṇacandra (18. Jahrh.), wird die Geschichte von dem Liebesverhältnis zwischen dem Prinzen Sundara und der Prinzessin Vidyā erzählt, und Sundara beschreibt hier in Sanskritversen, die mit der Caurīsuratapañcāśikā übereinstimmen, seine Liebe zu Vidyā. Die Verse sollen aber doppelsinnig sein und auch einen Hymnus auf die Göttin Kālī enthalten. Vgl. Dinesh Chandra Sen, History of Bengali Language and Literature. p. 650 f.

v3.c24.s3.33

**Zu S. 127 A. 1.** Rückerts Übersetzung des Gītagovinda ist in der Insel-Bücherei Nr. 303 neu herausgegeben.

v3.c24.s3.34

**S. 127 A. 2** letzte Zeile lies »Bhāktamālā«.

v3.c24.s3.35

**Zu S. 135 A. 2.** Vgl. auch G. M. Bolling, The Recension of Cāṇakya used by Galanos for his Ἐκ διαφορῶν ποιητῶν, JAOS 1921, p. 49 ff. Mit Recht sagt Bolling, daß mit Krefßlers Buch noch lange nicht das letzte Wort über den »Ur-Cāṇakya« gesprochen ist, da noch viel Material für die Herstellung des Textes nicht benützt worden ist.

v3.c24.s3.36

**Zu S. 151 A. 2.** Neben Kuṭṭanīmata erscheint auch der (synonyme) Titel Śambhalīmata.

v3.c24.s3.37

**Zu S. 159 A. 3.** Hariharasubhāṣita und Harihārāvalī sind zwei verschiedene Werke.

v3.c24.s3.38

**Zu S. 160 A. 2.** Über den Ursprung des indischen Dramas s. auch A. B. Keith, JRAS 1916, 146 ff. und BSOS I, 4, 1920, p. 27 ff., und Sten Konow im Archiv für Kulturgeschichte 14, 1919, 321 ff. Als Sten Konow, Das indische Drama (Grundriß II, 2 D. 1920), erschien, war der Abschnitt über das Drama schon gedruckt.

v3.c24.s3.39

**Zu S. 166 Absatz 2.** Konow a. a. O., S. 27, schließt aus der großen Zahl der Unterarten des Dramas umgekehrt, »daß die dramatische Dichtung noch in ihrem Anfang war, daß sich keine festen Formen entwickelt hatten«. Aber die große Zahl der Uparūpakas bei den späteren Theoretikern zeigt, daß mit dem Anwachsen der dramatischen Dichtung immer mehr Arten und Unterarten unterschieden wurden.

v3.c24.s3.40

**Zu S. 174 A. 2.** Über die von den Prākrit-Grammatikern »Vibhāṣā« genannten Dialekte im Drama s. Grierson, JRAS 1918, 489 ff.

v3.c24.s3.41

**Zu S. 175 A. 1.** Über indisches und griechisches Drama s. auch Windisch, Geschichte der Sanskrit-Philologie (1920), S. 398 ff.; H. G. Rawlinson, Intercourse between India and the Western World, Cambridge 1916, 169 ff.; G. N. Banerjee, Hellenism in Ancient India, Calcutta 1920, 240 ff., und Konow a. a. O., S. 40 f.

v3.c24.s3.42

**Zu S. 185 f.** Daß die 13 anonym überlieferten Dramen dem Bhāsa zuzuschreiben seien, ist von Bhaṭṭanātha Svāmin (Ind. Ant. 45, 1916, 189 ff.) und L. D. Barnett (BSOS I, 3, 1920, p. 35 ff.) bestritten worden. Beide haben beachtenswerte Argumente vorgebracht, aber meines Erachtens über das Ziel geschossen. Gegen Barnett hat A. Banerji-Śāstrī, JRAS 1921, p. 367 ff., die Verfasserschaft des Bhāsa verteidigt, worauf Barnett, ebenda p. 587 ff., erwidert hat. Die sprachlichen und metrischen Untersuchungen von V. S. Sukthankar, Studies in Bhāsa, JAOS 40, 1920, 248 ff.; 41, 1921, 1 ff., und von Wilhelm Printz, Bhāsa’s Prākrit, Frankfurt a. M. 1921 (im Selbstverlag), machen die Annahme, daß die Stücke einen Verfasser haben und daß dieser älter als Kālidāsa ist, in hohem Grade wahrscheinlich. Sie erhöhen somit die Wahrscheinlichkeit der Hypothese, daß sie Dramen des Bhāsa sind. Was zugunsten dieser Hypothese zu sagen ist, trotzdem gewisse Bedenken gegen sie nicht unterdrückt werden können, habe ich in einer Abhandlung »Der indische Dramendichter Bhāsa« (Ostasiat. Zeitschrift IX, 1922, S. 282 ff.) zu zeigen versucht. S. auch Konow, Ind. Ant. 49, 1920, 233 f., und F. W. Thomas, JRAS 1922, 79 ff.

v3.c24.s3.43

**Zu S. 188 A. 3.** Das Pañcarātra ist herausgegeben mit einem Sanskritkommentar (von Kṛṣṇācārya Śāstrī) und einer englischen Übersetzung von W. G. Urdhwareshe, Indore 1920.

v3.c24.s3.44

**Zu S. 191 A. 1.** Eine Ausgabe und eine deutsche Übersetzung. (Die Abenteuer des Knaben Krischna) des Bālacarita von H. Weller sind Leipzig 1922 erschienen.

v3.c24.s3.45

**Zu S. 192 A. 3.** Pṛthvīpāla, Minister unter Jayasiṃha und Kumārapāla, errichtete in dem von Vimala auf dem Berg Arbuda im Jahre 1032 erbauten Tempel »einen Maṇḍapa, eine mit Säulen sich öffnende Halle, in welcher die Statuen von sieben seiner Vorfahren auf Elefanten reitend dargestellt waren«, s. H. Jacobi, Sanakumāracaritam (ABayA XXXI, 2, 1921), S. XI f.

v3.c24.s3.46

**Zu S. 194 A. 1.** Eine englische Übersetzung von G. Shirreff und Panna Lall ist Allahabad 1918 erschienen (nach Ind. Ant. 48, 176).

v3.c24.s3.47

**Zu S. 197 A. 3.** F. Lacôte (JA s. 11, t. XIII, 1919, p. 493 ff.) sucht durch Vergleichung der Erzählung im Kathāsaritsāgara und verschiedener Anspielungen im Bṛhatkathā-Ślokasaṃgraha mit Bhāsas Svapnavāsavadatta und mit der Fabel des Tāpasavatsarājacarita des Mātrarāja die Form der Erzählung der Bṛhatkathā herauszufinden, die dem Drama des Bhāsa als Vorlage gedient hat.

v3.c24.s3.48

**Zu S. 198 A. 2.** P. D. Gune (Annals of the Bhandarkar Institute II, 1920–21, p. 1 ff.) vergleicht die Udayana-Sage nach dem Kumārapālaprabodha des Jaina Somaprabha mit dem Pratijñāyaugandharāyaṇa und dem Kathāsaritsāgara. Da das Versprechen (pratijñā) nur bei Bhāsa vorkommt, glaubt Gune nicht, daß die Bṛhatkathā die Quelle der drei Versionen ist, sondern daß sie auf historische Ereignisse zurückgehen. Die Quelle wird aber doch wohl die Bṛhatkathā sein. Der Vers Pratijñāyaug. III, 8, der mit geringen Varianten in Hemacandras Triṣaṣṭiśalākāpuruṣacarita X, 11, 235, vorkommt, stand wahrscheinlich schon in der Bṛhatkathā. Aber die Vergleichung zeigt, daß es eben Bhāsas Erfindung war, das Versprechen in den Mittelpunkt des Dramas zu stellen. Daher auch der Titel.

v3.c24.s3.49

**Zu S. 200 A. 2.** Unzugänglich war mir E. Beccarini-Crescenzı, L’Avimāraka di Bhāsa, GSAI, vol. 28.

v3.c24.s3.50

**Zu S. 201 A. 1.** Georg Morgenstierne, Über das Verhältnis zwischen Cārudatta und Mṛcchakaṭikā, Leipzig 1921, beweist wohl, daß Śūdrakas Drama eine Bearbeitung von Bhāsas Daridracārudatta ist und nicht (wie Bhaṭṭanātha a. a. O., p. 194, annimmt) umgekehrt letzteres eine Abkürzung des Mṛcchakaṭikā sein kann; aber die Frage, ob das Drama von Bhāsa als Torso zurückgelassen und von Śūdraka überarbeitet und fortgesetzt worden ist, oder ob Bhāsa mehr als vier Akte verfaßt hat und uns nur zufällig nicht mehr erhalten ist, wie K. C. Mehendale (Bhandarkar Com. Vol. p. 369 f.) beweisen will, läßt sich nicht entscheiden. Sicher ist, daß die vier Akte des Daridracārudatta, die wir kennen, ein Torso sind. Mit Recht sagt Morgenstierne (a. a. O. S. 78 f.), daß Śūdraka keinesfalls ein Plagiator war. S. auch S. K. Belvalkar in Proceedings and Transactions of the First Oriental Conference, Poona 1920, Vol. I, p. LIf.

v3.c24.s3.51

**Zu S. 203 A. 2.** Schwach sind die Argumente, mit denen Mehendale (a. a. O., p. 367 ff.) wahrscheinlich machen will, daß Śūdraka um 550–600 n. Chr. gelebt habe.

v3.c24.s3.52

**Zu S. 210 A. 1.** Ausgabe des Mudrārākṣasa mit Kommentar und englischer Übersetzung von M. R. Kale, Bombay 1900.

v3.c24.s3.53

**Zu S. 210 A. 3.** V. J. Antani (Ind. Ant. 51, 1922, 49 ff.) will beweisen, daß Mudrārākṣasa im 7. Jahrhundert nach Christo verfaßt ist.

v3.c24.s3.54

**Zu S. 219 A. 3.** Zur Textkritik der »Śakuntalā« s. auch B. K. Thakore in Proceedings and Transactions of the First Or. Conference 1920, I, p. LX ff.

v3.c24.s3.55

**Zu S. 226 A. 1.** Auch Hillebrandt, Kalidasa, S. 69, hält Mālavikāgnimitra für »Kalidasas frühestes Drama«.

v3.c24.s3.56

**Zu S. 232 A. 2.** Eine englische Übersetzung des Uttararāmacarita mit einer Einleitung über Leben und Werke des Bhavabhūti von S. K. Belvalkar in HOS, vol. 21, 1915. Vom Uttararāmacarita gibt es zwei verschiedene Rezensionen, s. Belvalkar, JAOS 34, 1915, 428 ff.

v3.c24.s3.57

**Zu S. 241 A. 2.** Über Rāma-Dramen s. auch Konow, Das indische Drama, S. 96 ff.

v3.c24.s3.58

**Zu S. 241 A. 4.** Konow a. a. O., S. 83, hält Murāri für älter.

v3.c24.s3.59

**Zu S. 243 A. 3.** Mit allzu großer Sicherheit spricht Konow a. a. O., S. 89 f., vom Mahānāṭaka als einem Schattenspiel, obgleich es sich doch nur um eine Vermutung handelt.

v3.c24.s3.60

**Zu S. 245 A. 2.** S. auch Keith in BSOS 1917, p. 126 ff., und Konow, Ind. Ant. 49, 1920, 232 ff.

v3.c24.s3.61

**Zu S. 246 A. 5.** Über Kṛṣṇa-Dramen s. Konow a. a. O., S. 99 ff.

v3.c24.s3.62

**Zu S. 248 A. 4.** Über dieses und andere Śiva-Dramen s. Konow a. a. O., S. 103 f.

v3.c24.s3.63

**Zu S. 250 Absatz 1** hinzuzufügen:

v3.c24.s3.64

Ein vielseitiger Dramatiker, der sich in den verschiedenen Gattungen der dramatischen Dichtung betätigte, war Vatsarāja, der Minister des Königs Paramardideva (1163–1203). Er lebte noch unter dessen Nachfolger Trailokyavarmadeva (dessen Inschriften zwischen 1212 und 1241 datiert sind). Er ist der Verfasser eines Vyāyoga Kirātārjunīya, in dem dieselbe Sage behandelt wird wie in dem gleichnamigen Epos des Bhāravi, eines Īhāmṛga Rukmiṇīharaṇa, eines Ḍima Tripuradāha, eines Samavakāra Samudramathana, eines Bhāṇa Karpūracaritra und eines Prahasana Hāsyacūḍāmaṇi. Die sechs Dramen sind herausgegeben in Gaekwad's Oriental Series, No. VIII, 1918. Der Vyāyoga Pārthaparākrama von dem Paramāra Prahlādanadeva, dessen Bruder Dhārāvarṣa zwischen 1163 und 1208 in Gujarat regierte, behandelt den Rinderraub aus dem Virāṭaparvan des Mahābhārata. Das Drama ist herausgegeben in Gaekwad's Or. Ser. No. IV, 1917; s. Hultzsch, NGGW 1921, 37 ff.

v3.c24.s3.65

**Zu S. 250 A. 2.** Über Bilhaṇas Karṇasundarī s. Konow a. a. O., S. 112.

v3.c24.s3.66

**Zu S. 256 A. 2.** Das Drama Moharājaparājaya ist herausgegeben in Gaekwad's Or. Series No. IX, 1918. In derselben Serie sind noch andere von Jainas verfaßte Dramen erschienen. Ein besonders fruchtbarer Dramendichter war Rāmacandra, der Schüler des Hemacandra. Vgl. Hultzsch, NGGW 1921, S. 39 ff., und ZDMG 75, 1921, S. 61 ff. Rāmacandra verfaßte auch zusammen mit Guṇacandra einen Kommentar zum Nāṭyadarpaṇa, einem Werk über Dramaturgie. Der Jainācārya Vijayadharmasūri besitzt, wie er mir mitteilt, eine Handschrift des Werkes.

v3.c24.s3.67

**Zu S. 256 A. 4.** Über eine neue Ausgabe des Saṃkalpasūryodaya (Srirangam 1917) s. JRAS 1921, p. 591.

v3.c24.s3.68

**Zu S. 257 A. 1.** Über Caitanyacandrodaya und andere allegorische Dramen s. Konow a. a. O., 93 ff.

v3.c24.s3.69

**Zu S. 259 A. 2.** Die Tendenzdramen Kulinakulasarvasva und Vidhavāvivāha sind bengalisch, nicht Sanskrit, s. oben S. 595.

v3.c24.s3.70

**Zu S. 272 A. 4.** Eine »editio minor« des Tantrākhyāyika von J. Hertel ist auch in HOS vol. 14, 1915 erschienen.

v3.c24.s3.71

**S. 275, Z. 7.** Die Worte »insbesondere alle schwierigeren Strophen« sind zu streichen.

v3.c24.s3.72

**S. 289, Z. 3.** Statt »die dem Mahābhārata fast wörtlich entlehnte Legende« soll es heißen: »die mit dem Mahābhārata (XII, 143—149) zum Teil wörtlich übereinstimmende Legende«.

v3.c24.s3.73

**Zu S. 291, Z. 16.** Hertel macht mich darauf aufmerksam, daß nicht erst Nārāyaṇa das erste und das zweite Buch umstellte, sondern daß dies schon in dem gemeinsamen Archetypus der nepalesischen Rezension und des Hitopadeśa geschehen war; s. Hertel. Das Pañcatantra, S. 37 f.

v3.c24.s3.74

**Zu S. 293 A. 2.** Über die Übersetzungen (und Bearbeitungen) des Hitopadeśa in abendländische und morgenländische Sprachen s. Hertel, Das Pañcatantra, S. 43 ff., und ZDMG 72, 65 ff.; 74, 95 ff. und 75, 129 ff.

v3.c24.s3.75

**Zu S. 294 A. 4.** Zu Benfeys »Pantschatantra« s. auch F. Liebrecht im Jahrbuch für romanische und englische Litteratur 3, 1861, 74 ff., 146 ff.

v3.c24.s3.76

**Zu S. 303 A. 3.** Das Geburtsjahr des Petrus Alphonsi (so zu lesen, scil. filius spiritualis) ist unbekannt, das Jahr 1062 unrichtig. (Mitteilung von Zachariae.)

v3.c24.s3.77

**Zu S. 306 A. 1.** Herr A. Wesselski macht mich auf die Geschichte aufmerksam, die Pausanias (Graeciae descriptio X, 33, 9) erzählt. Schon F. Liebrecht (Jahrbuch für romanische und englische Litteratur 3, 1861, S. 156), Aug. Marx (Griechische Märchen von dankbaren Tieren und Verwandtes, Stuttgart 1889, S. 119), E. S. Hartland (Folklore 3, 1892, 127 ff.) und J. G. Frazer (Pausanias Transl., London 1898, vol. 5, p. 421 f.) haben auf diese Stelle hingewiesen. Aber die griechische Erzählung hat mit der indischen nur das gemein, daß ein Tier, welches ein Kind geschützt hat, für dessen Mörder gehalten und getötet wird. In allen anderen Fassungen ist die Schlange das angreifende, bei Pausanias das schützende Tier. Das Kind bleibt in der indischen und allen anderen Erzählungen am Leben, während es bei Pausanias mit getötet wird. Da das X. Buch der »Beschreibung Griechenlands« zwischen 166 und 180 n. Chr. geschrieben ist (Frazer a. a. O., vol. I, p. XVII), so wäre es chronologisch älter als die indischen Erzählungen. Aber die europäischen Erzählungen stehen alle der indischen viel näher als der griechischen. Wenn daher auch die indische auf die griechische zurückgehen sollte, wären doch die europäischen Erzählungen auf die indische zurückzuführen.

v3.c24.s3.78

**Zu S. 311 A. 3.** S. auch Aug. Hausrath in Pauly-Wissowas Real-Encyclopädie der klassischen Altertumswissenschaft VI, 1724 ff., und Philologische Wochenschrift 24. Sept. 1921.

v3.c24.s3.79

**Zu S. 318 A. 3.** Über die Paiśācī s. auch Konow, JRAS 1921, 244 ff., und Grierson, ebenda 424 ff.; S. P. V. Ranganathaswami Aryavaragun, Ind. Ant. 48, 1919, 211 ff., und Grierson, Ind. Ant. 49, 1920, p. 114.

v3.c24.s3.80

**Zu S. 323 A. 1, Z. 7.** Man lese: »... stammt, das schon vor dem Jahre 492 n. Chr. geschrieben worden ist, und auf welches auch die von dem Mönch Ārya Saṃghasena gesammelten und von dessen Schüler Guṇavṛddhi im Jahre 492 ins Chinesische übersetzten Narrengeschichten zurückgehen.«

v3.c24.s3.81

**Zu S. 324 A. 1.** Über Mūladeva s. auch P. E. Pavolini, GSAI 9, 1895/6, p. 175 ff.

v3.c24.s3.82

**Zu S. 329 A. 3.** Einen Überblick über die Sage vom Schatz des Rhampsinit und ihre Parallelen in der Weltlitteratur gibt J. G. Frazer, Pausanias, Vol. V, p. 176 ff. (zu Paus. IX, 37, 3); s. auch R. Köhler, Kleinere Schriften I, 198 ff.; Chavannes, Cinq cents contes 3, 146 ff.; Gaston Paris in RHR t. 55, 1907, 151 ff., 267 ff.

v3.c24.s3.83

**Zu S. 333 A. 2** schreibt mir Hertel: »Die Entlehnungen aus dem Jaina-Pañcatantra sind deswegen sicher, weil es sich nicht um einzelne entlehnte Verse, sondern um entlehnte Versgruppen handelt, die eben erst im Pañcatantra zusammengestellt worden sind.«

v3.c24.s3.84

**Zu S. 335 A. 3.** Über eine tibetische Form der Vetālapañcaviṃśatikā s. A. H. Francke, ZDMG 75, 72 ff.

v3.c24.s3.85

**S. 342, Z. 7.** Statt »Gujarat« lies: »Mārwār«.

v3.c24.s3.86

**S. 346, Z. 19.** Statt »im 17. Jahrhundert« lies: »im 18. oder am Anfang des 19. Jahrhunderts«; s. Hertel, Das Pañcatantra, S. 244.

v3.c24.s3.87

**Zu S. 348 A. 3.** Über den indischen Ursprung des Buches Sindbad vgl. Hertel, ZDMG 74, 1920, 458 ff., der die Geschichte von den »betrogenen Betrügern« in einem jinistischen Sanskrittext, einer Dichtung von 548 Strophen, Ratnacūḍakathā des Jñānasāgara (Mitte des 15. Jahrh. n. Chr.) und einer späteren Dichtung in Altgujarātī nachweist.

v3.c24.s3.88

**Zu S. 350 A. 2.** Jetzt hat J. Hertel die Bharaṭakadvātriṃśikā herausgegeben (Sächsische Forschungsinstitute in Leipzig, Ind. Abt. Nr. 2, 1921) und in Band 5 der »Indischen Erzähler« (Leipzig 1922) zusammen mit Somadevas Narrengeschichten übersetzt. Ergänzungen zur Ausgabe ebenda S. 194 ff. Der Verfasser ist wahrscheinlich Munisundara (1359—1446 n. Chr.).

v3.c24.s3.89

**S. 351 A. 2, Z. 2 v. u.** Statt »in bengalischer Sprache« lies: »im Maithilī-Dialekt von Bihār«.

v3.c24.s3.90

**Zu S. 352 A. 3.** Von der großen Beliebtheit des Bhojaprabandha zeugen die zahlreichen Handschriften und die verschiedenen Rezensionen, die es von dem Werke gibt; s. L. Oster, Die Rezensionen des Bhojaprabandha, Diss. Darmstadt 1911.

v3.c24.s3.91

**Zu S. 353 A. 2.** Die Ausgaben von N. B. Godabole und K. P. Parab, Bombay NSP 1883, und die von M. R. Kale, Bombay 1917, waren mir nicht zugänglich. Eine neue deutsche Übersetzung des Daśakumāracarita von J. Hertel (Die zehn Prinzen, ein indischer Roman von Dandin, vollständig verdeutscht, 3 Bändchen) ist soeben (Indische Erzähler Bd. 1—3, Leipzig 1922) erschienen.

v3.c24.s3.92

**Zu S. 354, Z. 10.** Hertel nennt das Daśakumāracarita einen »politischen Märchenroman«, indem er es für ein didaktisches Erzählungswerk nach Art des Tantrākhyāyika hält. Ich glaube, mit Unrecht. Wenn auch der Dichter gelegentlich seine Kenntnis des Arthaśāstra zeigt, wollte er doch nur ein Werk der Unterhaltungslitteratur schaffen.

v3.c24.s3.93

**S. 357, Z. 19.** Statt »Vīrabhadra« lies: »Vihārabhadra«.

v3.c24.s3.94

**Zu S. 358 A. 1.** Daß die Pūrvapīṭhikā unecht ist, hat jetzt Hertel (Die zehn Prinzen, Bd. 3) zur Evidenz erwiesen. Er glaubt (Bd. 3, S. 46), daß Daṇḍin den Anfang und den Schluß des Werkes niemals fertiggestellt hat. Mit Bezug auf den Anfang halte ich das für unwahrscheinlich. Daß er das Werk nicht vollendet hat, ist wohl möglich.

v3.c24.s3.95

**Zu S. 362 A. 2.** Der englischen Übersetzung liegt die in Bombay NSP 1892 erschienene Ausgabe zugrunde. Über zwei neue Ausgaben des Harṣacarita (von P. V. Kane, Bombay 1918, und von S. D. und A. B. Gajendragadkar, Poona 1919) s. F. W. Thomas, JRAS 1920, p. 384 ff.

v3.c24.s3.96

**Zu S. 371 A. 4.** Über die Beziehungen zwischen dem indischen und dem griechischen Roman s. G. N. Banerjee, Hellenism in Ancient India, p. 218 ff. Er kommt zu dem Schlusse, daß die Verschiedenheiten viel größer sind als die Übereinstimmungen und eine Abhängigkeit des einen vom anderen überhaupt nicht anzunehmen ist. S. auch Keith, JRAS 1915, 784 ff. (gegen Lacôte).

v3.c24.s3.97

**Zu S. 390 A. 2.** K. P. Jayaswal (Ind. Ant. 47, 1918, p. 138; 48, 1918, p. 12) will aus Vārttika zu Pāṇini 2, 1, 60 beweisen, daß Kātyāyana zwischen 248 und 200 v. Chr. schrieb.

v3.c24.s3.98

**Zu S. 396 A. 2.** Mādhavīya-Dhātuvṛtti von Sāyaṇa in Pandit N. S. vols. 4—8, 17—19.

v3.c24.s3.99

**Zu S. 397 A. 1.** Zum Kātantra s. auch Haraprasād Śāstrī, Notices of Sanskrit MSS., 2nd Series, vol. 1, Calcutta 1900, p. II ff.

v3.c24.s3.100

**Zu S. 406 A. 2.** Nach K. P. Trivedī, Ind. Ant. 45, 1916, 142 ff., ist der Verfasser der Sūtras nicht Trivikrama, sondern ein Grammatiker Vālmīki, der nach Hemacandra lebte.

v3.c24.s3.101

**Zu S. 417 A. 3.** Das Kapitel über die philosophische Litteratur war schon gedruckt, als ich durch die Freundlichkeit des Verfassers den ersten Band des groß angelegten Werkes von Surendranath Dasgupta, A History of Indian Philosophy, Cambridge 1922, erhielt. Dieser (bisher allein vorliegende) Band enthält eine Darstellung der in den Vedas (Saṃhitās und Brāhmaṇas) und in den alten Upaniṣads enthaltenen Philosophie, der Philosophie der Buddhisten und der Jainas, des Sāṃkhya und Yoga, der Nyāya-Vaiśeṣika-Philosophie, der Mīmāṃsā und der Śaṅkara-Schule des Vedānta.

v3.c24.s3.102

**Zu S. 418 A. 1.** Durch eine meiner Ansicht nach unmögliche Erklärung der Stelle im Kauṭilīya-Arthaśāstra will Dasgupta (a. a. O., p. 276 f.) herausbringen, daß Kauṭilya selbst das Nyāya unter dem Namen Ānvīkṣikī gekannt habe.

v3.c24.s3.103

**Zu S. 419 A. 1.** Nach Dasgupta a. a. O., p. 68 n., kommt das Wort darśana im Sinne von »true philosophic knowledge« zuerst in dem (von ihm für vorbuddhistisch gehaltenen) Vaiśeṣikasūtra IX, 2, 13 vor.

v3.c24.s3.104

**Zu S. 420 A. 2.** R. Narasimhachar (Ind. Ant. 45, 1916, 1 ff., 17 ff.) will beweisen, daß der Verfasser des Sarvadarśanasaṃgraha nicht der berühmte Mādhava, sondern ein Sohn des Sāyaṇa war. Dieser heißt aber Māyaṇa, nicht Mādhava.

v3.c24.s3.105

**Zu S. 423 unten.** Dasgupta, a. a. O., p. 370, sagt, Jaiminis Mīmāṃsāsūtras seien wahrscheinlich um 200 v. Chr. geschrieben. Gründe für dieses Datum gibt er nicht an.

v3.c24.s3.106

**Zu S. 424 A. 1.** K. A. Nilakanta Sastry (Ind. Ant. 50, 1921, 211 ff., 340 ff.) will zeigen, daß die Pūrvamīmāṃsā doch auch »Philosophie« enthalte, und führt als Beispiele die Erörterungen über die Frage an, ob es persönliche Götter gebe.

v3.c24.s3.107

**Zu S. 429 A. 1.** K. A. Nilakanta Sastry (Ind. Ant. 50, 1921, 167 ff.) will beweisen, daß Jaimini älter als Bādarāyaṇa ist, und daß es zwei Bādarāyaṇas und drei Jaiminis gegeben hat. Dasgupta, a. a. O., p. 418, meint, daß die Vedāntasūtras im 2. Jahrhundert v. Chr. geschrieben sein dürften.

v3.c24.s3.108

**Zu S. 431 A. 2.** Dasgupta, a. a. O., p. 423 ff., macht es so gut wie sicher, daß Gauḍapāda mit der buddhistischen Philosophie, śūnyavāda und vijñānavāda, innig vertraut war, und meint sogar, daß er möglicherweise selbst Buddhist gewesen sei.

v3.c24.s3.109

**Zu S. 432 A. 1.** Dasgupta, a. a. O., 493 f., hält es für sicher, daß Śaṅkara von der buddhistischen Philosophie abhängig ist.

v3.c24.s3.110

**Zu S. 434 A. 1.** S. auch A. Balakrishna Pillai, Ind. Ant. 50, 1921, 136 f.

v3.c24.s3.111

**Zu S. 434 A. 3.** Über die Philosophie und die Interpretationsweise des Śaṅkara s. jetzt auch Dasgupta, a. a. O., p. 429 ff.

v3.c24.s3.112

**Zu S. 435 Absatz 2.** Dem Śaṅkara wird auch die Bālabodhinī, ein aus 47 Ślokas bestehendes Kompendium des Vedānta, zugeschrieben, auf welchem die Schrift von F. H. H. Windischmann, Sancara sive de Theologumenis Vedanticorum, Bonn 1833, beruht; s. Windisch, Geschichte der Sanskrit-Philologie, S. 210 f.

v3.c24.s3.113

**Zu S. 447 A. 4.** Über die Cārvākas s. auch Dasgupta, a. a. O., p. 78 f.

v3.c24.s3.114

**Zu S. 451 A. 1.** Nach Dasgupta, a. a. O., p. 213 ff., findet sich die früheste Darstellung eines Sāṃkhyasystems bei dem Mediziner Caraka, mit welchem Pañcaśikha übereinstimmt.

v3.c24.s3.115

**Zu S. 452 A. 4.** Dasgupta, a. a. O., p. 218 n. 3, erklärt die Identifikation von Vindhyavāsin und Īśvarakṛṣṇa aus anderen Gründen für sehr zweifelhaft.

v3.c24.s3.116

**Zu S. 460 A. 1.** Es ist nichts dagegen einzuwenden, wenn Dasgupta (a. a. O., p. 68) Sāṃkhya und Yoga als Modifikationen eines einzigen Systems behandelt und von ihnen als »Kāpila Sāṃkhya« und »Pātañjala Sāṃkhya« spricht.

v3.c24.s3.117

**Zu S. 460 A. 3.** Dasgupta, a. a. O., p. 230 ff., stellt fest, daß die Tradition, welche die beiden Patañjalis identifiziert, nicht vor dem 11. Jahrhundert nachweisbar ist, zeigt aber gegenüber Woods, daß die Lehren des Mahābhāṣya und des Yogasūtra derart übereinstimmen, daß keine Notwendigkeit besteht, die beiden zu trennen. Albērūnī hat ein »Kitāb Pātanjal« ins Arabische übersetzt und daraus häufig zitiert. Dieses Buch war aber in Form eines Dialogs zwischen Lehrer und Schüler geschrieben, also jedenfalls vom Yogasūtra verschieden, was auch daraus hervorgeht, daß es die Alchimie (rasāyana) als Mittel der Erlösung lehrte. Daß dieses Buch, wie Dasgupta meint, von einem anderen Patañjali innerhalb der ersten 300 oder 400 Jahre n. Chr. geschrieben wurde, ist nicht wahrscheinlich. Es dürfte viel jünger sein und wurde wahrscheinlich nur »Pātañjala« genannt, weil es ein Yogatext war. S. auch Garbe, Sāṃkhya und Yoga, S. 41 f.

v3.c24.s3.118

**Zu S. 463 A. 1.** Auch Dasgupta (a. a. O., p. 276) nimmt an, daß Nyāya und Pūrvamīmāṃsā denselben Ursprung haben, nämlich Disputationen und Debatten über die richtige Auslegung vedischer Texte. Solche Debatten sind nach Dasgupta mit dem in den Upaniṣads vorkommenden Ausdruck vākovākya gemeint.

v3.c24.s3.119

**Zu S. 465 unten.** Nach S. Ch. Vidyābhūṣaṇa (Ind. Ant. 44, 1915, 82 ff.) ist Vātsyāyana noch älter als Vasubandhu. Er setzt ihn um 400 n. Chr.

v3.c24.s3.120

**Zu S. 472, Z 8.** Dasgupta, a. a. O., p. 280, hält es für ganz sicher, daß die Vaiśeṣikasūtras vor der Zeit des Caraka, den er um 80 n. Chr. ansetzt, geschrieben sind; denn Caraka zitiert nicht nur ein Sūtra aus den Vaiśeṣikasūtras, sondern die ganze Grundlage seines medizinischen Systems beruht auf dem Vaiśeṣika. Auch das Laṅkāvatārasūtra kennt die Atomentiheorie. Wenn aber Dasgupta (a. a. O., p. 280 ff.) nachweisen will, daß das Vaiśeṣika vorbuddhistisch und aus einer alten Schule der Pūrvamīmāṃsā hervorgegangen sei, kann ich ihm nicht folgen.

v3.c24.s3.121

**Zu S. 501 A. 4.** Mādhavā ist auch der Verfasser des Kālanirṇaya (auch Kālamādhava genannt, herausgegeben in Bibl. Ind. 1885). Das Werk ist eine Art Kalender für das Ritual, enthält viel Astronomisches, muß aber doch zu den über Ritual handelnden Dharmanibandhas gerechnet werden. Es ist reich an Zitaten aus Smṛtis und Purāṇas.

v3.c24.s3.122

**Zu S. 509 A. 2.** N. N. Law, Inter-State Relations in Ancient India, auch in Ind. Ant. 49, 1920, 129 ff., 145 ff., 167 ff.

v3.c24.s3.123

**S. 526, Z. 7.** Lies »Aupaniṣadikam«.

v3.c24.s3.124

**Zu S. 526 A. 2.** Die Vergleichung zu Raghuvaṃśa IV, 35 mit Nītisāra X, 35 ist nicht hinreichend, um mit N. Majumdar (Ind. Ant. 46, 1917, p. 220) anzunehmen, daß Kālidāsa das Werk des Kāmandaki gekannt habe.

v3.c24.s3.125

**Zu S. 532 A. 4.** Über Wirtschaftskunde und andere mit dem Arthaśāstra zusammenhängende Wissenschaften s. auch N. N. Law, Ind. Ant. 47, 1918, 233 ff., 256 ff., 275 ff.

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