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Der Jainismus: Eine indische Erlosungsreligion c10.s2.t3.16

Der Jainismus: Eine indische Erlösungsreligion c10.s2.t3.16

Language
German

c10.s2.t3.16

Gegen die Verweltlichung des Mönchtums traten wiederholt Reformatoren auf, die sich bemühten, der strengen Ordnung wieder Anerkennung zu verschaffen. Große Bedeutung gewannen unter den orthodoxen Shvetâmbaras die Bestrebungen von Yashovijaya (17. Jh.). Dieser führte die Neuerung ein, daß seine Anhänger, die Samvegi-Sâdhus, statt weißer ockergelbe Gewandung tragen, um sich von den „unreinen Yatis“ auch äußerlich zu unterscheiden. Die Sâdhus stehen wegen ihrer Sittenstrenge in hohem Ansehen; ihre Zahl soll nach Jacobi heute etwa 250 betragen 65. Die Sthânakavâsîs, deren Grundtendenz auf Wiederherstellung der Zustände zur Zeit der ältesten Gemeinden gerichtet ist, sehen ebenfalls streng darauf, daß ihre Asketen die Vorschriften der heiligen Schriften genau einhalten.