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Der Jainismus: Eine indische Erlosungsreligion c10.s3.t2.11

Der Jainismus: Eine indische Erlösungsreligion c10.s3.t2.11

Language
German

c10.s3.t2.11

2. Kharatara-Gaccha zweigte sich nach einer Version in der Zeit nach Uddyotana Sûri (bis 937 n. Chr.) ab. Das erste Oberhaupt des Gaccha war dann Vardhamâna Sûri (bis 1031). Dessen Schüler Jineshvara, der 1022 von ihm zum Meister (Âcârya) eingesetzt worden war, erhielt den Ehrentitel ,,Kharatara“ (,,sehr scharf“), weil er im Redekampfe mit Sûrâcârya, dem Führer der Caityavâsîs, bei einer Disputation am Hofe des Königs Durlabha von Anahilavâda in Gujarât (1023 n. Chr.) Sieger geblieben war. Sein Ehrenname soll dann auf den Gaccha übergegangen sein. Nach einer anderen Überlieferung soll der Begründer des Gaccha Jinadatta Sûri (1147 n. Chr.) gewesen sein. Mitglieder dieses Gaccha leben hauptsächlich in Râjputânâ und Bengalen; in der Präsidentschaft Bombay sind sie nur in geringer Zahl vertreten. Die Zahl der Sâdhus wird auf 50—75, die der Sâdhvîs auf 300 geschätzt. Zahlreich sind die Yatis, deren Shrîpûjyas bei den Anhängern dieses Gaccha in hohem Ansehn stehen.