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Der Jainismus: Eine indische Erlosungsreligion c10.s3.t2.12

Der Jainismus: Eine indische Erlösungsreligion c10.s3.t2.12

Language
German

c10.s3.t2.12

3. Tapâ-Gaccha zweigte sich nach Uddyotana Sûri (bis 937 n. Chr.) ab. Da Uddyotana seinen Schüler Sarvadeva unter einem Feigenbaum (Vata) zum Sûri gemacht hatte, hieß die Schule zuerst Vata-Gaccha. Ein Nachfolger Sarvadevas war Jagaccandra (gest. 1228 n. Chr.). Ein König sah diesen nach alter Sitte Kasteiung (Tapas) üben und legte deshalb der Schule den Namen Tapâ-Gaccha bei. Der Tapâ-Gaccha ist heute die bedeutendste unter den Shvetâmbara-Sekten. Seine Anhänger leben in der Präsidentschaft Bombay, im Panjâb, in Râjputânâ und in Madrâs. Ihm gehören zurzeit 400 Sâdhus und 1200 Sâdhvîs an, die unter 13 Âcâryas stehen. Sehr groß ist ferner die Zahl der Yatis, die Shrîpûjyas gehorchen. Im ganzen sollen 12 „Gaddis“ (Throne, d. h. Sitze) der letzteren gezählt werden; der oberste Shrîpûjya soll im Fürstentum Jaipur leben.