Der Jainismus: Eine indische Erlosungsreligion c11.s2.t2.3
Der Jainismus: Eine indische Erlösungsreligion c11.s2.t2.3
- Language
- German
c11.s2.t2.3
Gegen 10 Uhr geht er aus, um Speise und Trank zu erbetteln. Vom Almosengang zurückgekehrt, beichtet er die Sünden, die er beim Gehen durch Verletzung lebender Wesen begangen hat. Nach dem Hersagen von Sprüchen verzehrt er dann das erbettelte Mahl. Nach dem Essen wird das Geschirr gereinigt. Nach einer Zeit der Ruhe studiert er oder unterrichtet. Gegen drei Uhr werden wieder Insekten gesucht. Gegen ½5 wird ein zweiter Bettelgang gemacht, an den sich wieder eine Beichte, das Hersagen von Sprüchen und das Einnehmen der Mahlzeit anschließt. Das Essen muß vor Sonnenuntergang beendet sein; während der Dunkelheit darf nichts genossen, auch kein Wasser mehr getrunken werden. Licht wird in den Upâshrayas nicht gebrannt. Nachdem der Asket sich dann noch frommer Meditation hingegeben hat, spricht er den Parameshthi-Mantra und andere fromme Sprüche und legt sich (spätestens gegen 9 Uhr) zur Ruhe. Der erste Teil der Nacht soll frommen Gesprächen, der zweite der Ruhe, der letzte der Kontemplation gewidmet sein.