Pramāṇa · Search · About · API

Der Jainismus: Eine indische Erlosungsreligion c11.s2.t2: II. Die Riten der Asketen

Der Jainismus: Eine indische Erlösungsreligion c11.s2.t2

Language
German

II. Die Riten der Asketen

c11.s2.t2.1

1. Die täglichen Riten

c11.s2.t2.2

Wenn der Mönch in der letzten Wache der Nacht (d. h. gegen 4 Uhr morgens) erwacht ist, soll er den Parameshthi-Mantra rezitieren und sich von seinem Lager erheben. Er geht dann aus dem Hause heraus, um seine Notdurft zu verrichten, zurückgekehrt meditiert er und denkt über die Sünden nach, die er in der Nacht sich hat zuschulden kommen lassen, wie unbeabsichtigte Verletzung von kleinen Lebewesen usw. Wenn es hell geworden ist, sucht er Leib, Kleidung und Wohnstätte nach Insekten ab und setzt diese an einen sicheren Ort. Er studiert dann, unterrichtet oder schreibt bzw. kopiert Bücher. Hierauf geht er zu einem Tempel und bringt dort den Tîrthankaras seine Verehrung dar, indem er sich vor dem Idol verneigt, es umwandelt, Hymnen rezitiert und meditiert. Ein Mönch kann keine der im Tempel vollzogenen Arten der Pûjâ (s. S. 396) verrichten, auch legt er nicht, wie der Laie, im Tempel eine besondere Kleidung an; sein Kult ist vielmehr rein geistig und innerlich. Er kehrt dann in seine Wohnung zurück, woselbst er meditiert.

c11.s2.t2.3

Gegen 10 Uhr geht er aus, um Speise und Trank zu erbetteln. Vom Almosengang zurückgekehrt, beichtet er die Sünden, die er beim Gehen durch Verletzung lebender Wesen begangen hat. Nach dem Hersagen von Sprüchen verzehrt er dann das erbettelte Mahl. Nach dem Essen wird das Geschirr gereinigt. Nach einer Zeit der Ruhe studiert er oder unterrichtet. Gegen drei Uhr werden wieder Insekten gesucht. Gegen ½5 wird ein zweiter Bettelgang gemacht, an den sich wieder eine Beichte, das Hersagen von Sprüchen und das Einnehmen der Mahlzeit anschließt. Das Essen muß vor Sonnenuntergang beendet sein; während der Dunkelheit darf nichts genossen, auch kein Wasser mehr getrunken werden. Licht wird in den Upâshrayas nicht gebrannt. Nachdem der Asket sich dann noch frommer Meditation hingegeben hat, spricht er den Parameshthi-Mantra und andere fromme Sprüche und legt sich (spätestens gegen 9 Uhr) zur Ruhe. Der erste Teil der Nacht soll frommen Gesprächen, der zweite der Ruhe, der letzte der Kontemplation gewidmet sein.

c11.s2.t2.4

Der hier skizzierte Tagesstundenplan¹ ist der bei den bilderverehrenden Shvetâmbaras übliche; bei den Shvetâmbara-Nonnen und bei den Asketen der anderen Konfessionen variiert er in Einzelheiten.

c11.s2.t2.5

¹ Der hier skizzierte Tagesstundenplan

c11.s2.t2.6

2. Riten bei besonderen Gelegenheiten

c11.s2.t2.7

Gleich dem Leben des Laien ist auch das des Mönches und der Nonne mit einer Fülle von Riten verflochten, deren erste bereits vor dem Eintritt in das Asketenleben stattfinden und deren letzte kurz vor und nach dem Tode vorgenommen werden. Die einzelnen Zeremonien, die bei den einzelnen Sekten und Orden in Gebrauch sind, sind sehr verschieden; sie zerfallen zudem in eine so große Zahl von Einzelheiten, daß es nicht möglich ist, sie an diesem Orte eingehend zu behandeln. Ich muß mich deshalb hier darauf beschränken, nur einiges aus der reichen Stoffülle anzuführen und beginne mit einer Darstellung der Asketen-Riten der Shvetāmbaras.

c11.s2.t2.8

Der Weg, auf dem ein Jaina dazu kommt, in den geistlichen Stand zu treten, ist, wie oben S. 336 f. gezeigt wurde, sehr verschieden. Das Gewöhnliche ist oder sollte sein, daß er durch die Predigt eines Asketen dazu gebracht wird, in sich zu gehen und dadurch in ihm der Entschluß reift, sich ganz der Weltentsagung zu weihen. Ein Mann, der willens ist, dies zu tun, wendet sich dann an einen Mönch mit der Bitte, ihn auf das Asketentum vorzubereiten. Hält ihn dieser für geeignet, so nimmt er ihn als Schüler an und macht ihn schließlich, nachdem er die vorbereitenden Stufen der Selbstzucht durchmessen und von der Unerschütterlichkeit seiner Absicht Proben abgelegt hat, durch eine feierliche Initiations-Zeremonie zum Asketen. Vielfach geschieht der Eintritt in den Stand des heimatlosen Büßers jedoch in anderer Weise. Einmal kann der, welcher die Weltentsagung vollziehen will, ohne von jemandem Belehrung empfangen zu haben, selbst zur Erkenntnis der Wertlosigkeit alles Irdischen erwachen und ohne menschliche Hilfe ein Asket werden. Dies ist z. B. bei den Tīrthankaras der Fall, die, wie die Jainas stets betonen, als ,,Svayambuddhas“ das Yatitum erreichten. Sodann aber, und das ist, wie oben S. 340 schon bemerkt wurde, heute häufig der Fall, treten Kinder in den geistlichen Stand, Knaben, die schon im zarten Alter zu Mönchen erzogen worden sind und die deshalb von Jugend auf eine Schulung durchgemacht haben, die andere in kurzer Zeit absolvieren müssen. All dieses bedingt natürlich eine unterschiedliche Behandlung im einzelnen.

c11.s2.t2.9

Nach Vardhamânasûris „Âcâradinakara“ wird jemand, der, nachdem er die Erlaubnis seiner Eltern, seiner Gattin, seines Sohnes oder seiner Oberen erhalten hat, sich dem Mönchsleben widmen will, zunächst ein Brahmacârî. Nachdem er sich durch eine Reihe von Riten vorbereitet hat, wird an ihm mit großem Gepränge vom Guru die Weihe als Brahmacârî vollzogen. Die Zeremonie besteht in der Rezitation von Sprüchen und Mantras und in dem Ablegen des Gelübdes, den Pflichten der teilweisen Selbstzucht zu genügen. Der Schüler verbleibt auf dieser Stufe während eines Zeitraums bis zu 3 Jahren; er trägt noch den Haarschopf auf dem geschorenen Schädel und eventuell noch die heilige Schnur. Wenn er sich bewährt, kann er zu einem Kshullaka werden, andernfalls tritt er in den Stand eines Haushalters zurück.

c11.s2.t2.10

Die zweite Vorstufe des Mönchtums ist der Stand des Kshullaka. Der Brahmacârî wird durch eine besondere Weihe (Dîkshâ) zum Kshullaka befördert. Auch hierbei werden wieder besondere Formeln gesprochen, dann wird die Verpflichtung der Einhaltung der 5 großen Gelübde übernommen. Auf der Kshullaka-Stufe verbleibt der zukünftige Asket bis zu drei Jahren. Sein Wandel während dieser Zeit soll der der vorbereitenden Stufe der vollständigen Selbstzucht (Sâmâyika-caritra) sein. Er hat während des Noviziats die heiligen Schriften zu studieren und eine Reihe von Prüfungen durchzumachen, welche zeigen, daß er für die große Initiation als Mönch reif ist. Besteht er diese Prüfungen nicht, so tritt er in den Stand des Haushalters zurück.

c11.s2.t2.11

Das eigentliche Mönchtum beginnt erst mit der Vollziehung der Pravrajyâ-Zeremonie. Diese besteht aus einer Fülle von Riten der verschiedensten Art; daß die damit verknüpften Festlichkeiten und Begehungen sich lange hinziehen, ersieht man aus einer Mitteilung des Âcârya Vijaya Indra Sûri, der mir am 10. November 1923 aus Belanganj, Agra, schrieb, er wäre damit beschäftigt, den Sâdhu Himânshu Vijaya zu weihen, die Ausführung des Rituals nähme allein 27 Tage in Anspruch, und wenn es vollzogen sei, habe der neue Mönch noch eine Woche lang bestimmte Gelübde zu beobachten.

c11.s2.t2.12

Die Mönchsweihe wird an einem astrologisch günstigen Tage mit dem Prunk einer Hochzeit vorgenommen; die hierdurch erwachsenden Kosten werden von dem der Welt Entsagenden oder dessen Verwandten getragen, falls die erforderlichen Mittel vorhanden sind, sonst werden sie von den Laien durch eine Umlage aufgebracht. Der Schüler wird von einem Zuge festlich gekleideter Männer und Frauen von seinem väterlichen Hause abgeholt und unter Paukenschall und Gesang in einer Sänfte oder hoch zu Roß zu dem Orte gebracht, wo der feierliche Akt stattfinden soll und wo der initiierende Geistliche, zumeist ein Âcârya, bei manchen Orden unter Umständen auch ein Upâdhyâya, ihn erwartet; es ist dies entweder ein außerhalb der Stadt gelegener Platz mit einem heiligen Baum, oder ein freier Platz vor der Wohnung des Guru. Dort ist ein Altar und die Nachbildung eines Samavasarana (s. S. 251) errichtet worden. Vor diesem findet in Anwesenheit von zahlreichen Asketen und Laien beiderlei Geschlechts ein Gottesdienst statt, bei welchem das Samavasarana umwandelt wird, Hymnen gesungen und heilige Sprüche rezitiert werden. Der Schüler legt dann seine Kleidung, seinen Schmuck und seine heilige Schnur (wenn er eine trägt) ab und zieht die Mönchsgewänder an. Er reißt sich hierauf selber den Haarschopf aus oder läßt den Guru oder einen anderen diese schmerzhafte Prozedur an ihm vornehmen. Nach dem Hersagen von Sprüchen und Formeln gelobt er die Erfüllung der Pflichten vollkommener Selbstzucht und empfängt einen neuen Namen (der jedoch bei den Shvetâmbaras oft mit seinem früheren Namen zum Teil übereinstimmen kann). Danach wird sein Kopf mit Vâsa-Salbe eingerieben. Nach einer Umwandelung des Samavasarana verbeugt sich der neue Sâdhu vor dem Guru und den Mönchen, während sich die anwesenden Nonnen sowie die Laien, Männer und Frauen vor ihm verneigen.

c11.s2.t2.13

Etwas anders vollzieht sich die Mönchs- und Nonnenweihe bei den Terâpanthîs. H. Jacobi, der einer solchen in Ladnûn beiwohnte, schreibt mir darüber: ,,Die beiden (zu weihenden Personen) waren Eheleute, nicht Schüler oder Novizen; die Szene spielte sich vor einer Karawanserai (Dharmshâlâ) ab, vor der ein freier Platz war. Zum Eingang der Dharmshâlâ führte eine Treppe herauf, etwa von Mannshöhe. Zu beiden Seiten der Treppe war je eine Terrasse; auf der zur Rechten saß der Âcârya mit den Yatis, auf der zur Linken die Nonnen. Dann wurde das Paar, schön eingekleidet, herbeigeführt. Sie stand ganz verhüllt neben den Nonnen, er auf ebener Erde vor dem Âcârya. Eine Pradakshinâ (Umwandlung) war durch die Natur der Örtlichkeit ausgeschlossen. Der ältere Bruder des zu Weihenden stand hinter ihm und überreichte dem Âcârya ein Schriftstück, das die Zustimmung der Familie aussprach. Der Âcârya zitierte, als einigermaßen Ruhe in der nächsten Umgebung hergestellt war, mit großer Zungenfertigkeit eine lange Formel. Dann neigte der Mönch sein Haupt, das bis auf ein Haarbüschel geschoren war, und der Âcârya riß ihm letzteres in fünf Zügen aus, ohne daß der Mönch eine Miene verzogen hätte. Der Mönch machte vor den Mönchen seine Verbeugung und setzte sich als letzter in deren Reihe; die Nonne wurde zu den Nonnen geführt. Sie hatte nur einige Verbeugungen bei der Ansprache des Âcârya vor diesem zu machen, ehe die Weihe des Mönches vor sich ging.“

c11.s2.t2.14

Den Beschluß der Initiation macht gewöhnlich eine Predigt, an die sich dann noch einige weitere Riten anschließen. Der eigentliche Akt währt zwar nur etwa 1/4 Stunden, doch sind noch tagelang später eine Reihe von Begehungen vorzunehmen und Pflichten der verschiedensten Art zu erfüllen.

c11.s2.t2.15

Von der Beendigung der Initiationszeremonie an rechnet die geistliche Anziennität des Mönches. Die Stufe des Wandels, die er damit erreicht hat, heißt Chedopasthâpana. Durch Kasteiung, Ausrodung der Leidenschaften und Loslösung von allem Irdischen vermag er von hier aus zu den drei höheren Graden des Wandels emporzusteigen. Zu diesem Zweck hat der Asket eine Reihe von Pflichten zu beobachten, die ihm von seinem Guru auferlegt werden. Über sie gibt es eine große Fülle von Vorschriften. Ihre Außerachtlassung hat Strafen und Bußen der verschiedensten Art zur Folge, so kann z. B. auf Kürzung der geistlichen Anziennität erkannt werden.

c11.s2.t2.16

Veranlassung zu festlichen Veranstaltungen geben die Beförderungen, die innerhalb des Sangha eintreten, wenn ein Mönch zum Vorleser (Vâcaka), Lehrer (Upâdhyâya) oder Meister (Âcârya) gemacht wird. Die bei derartigen Gelegenheiten vorzunehmenden Riten sind das Umwandeln des Samavasarana, das Rezitieren von Hymnen und Sprüchen, das Bestreichen mit Vâsa u. ä. Besonders feierlich ist die Weihe eines Âcârya. Hierbei wird das von diesem anzulegende Kleid in der Nacht vor dem Feste geweiht; es werden dann zwei Sitze aufgestellt, auf deren einem der Guru Platz nimmt, während auf dem anderen ein Bündel mit Aksha niedergelegt wird. Nach einer Reihe von Begehungen, dem Hersagen von Sprüchen und Hymnen flüstert der Guru dem zum Meister zu Ernennenden den „Sûri-Mantra“ genannten Spruch dreimal ins Ohr und gibt ihm das Aksha-Bündel in die Hand. Dann verleiht er ihm einen neuen Namen (dieser ist zumeist nur eine Umstellung des früher erhaltenen Kirchennamens, dem der Titel Sûri nachgestellt wird, so wird z. B. aus Indra Vijaya der neue Name Vijaya Indra Sûri). Der neue Âcârya nimmt dann auf dem einen der beiden Sitze Platz und wird von dem Guru und allen Anwesenden verehrt und in schwungvollen Versen als der Verkünder der Jaina-Lehre gepriesen, „welche wie ein Donnerkeil den Berg des Sansâra zerspaltet“. An die Meisterweihe schließen sich Predigten und andere Veranstaltungen religiösen Charakters, und die Laien begehen sie durch ein Fest, das zehn Tage währt.

c11.s2.t2.17

Die für einen Asketen erstrebenswerte Todesart ist die Samlekhanâ, d. h. der freiwillige Hungertod. Die Samlekhanâ soll nach 12 Jahren härtester Askese in der Weise vorgenommen werden, daß der Todeskandidat sich auf einen Berg begibt, sich dort unter einem Baume niedersetzt und kein Glied mehr rührt, bis der Tod durch Mangel an Nahrung eingetreten ist. Diese Form der Samlekhanâ gelangt jedoch nur selten zur Ausführung. Die meisten Mönche (und mitunter auch Laien) begnügen sich damit, erst auf dem Totenbett in Anwesenheit des Meisters, Lehrers oder von Asketen das Gelübde zu nehmen, sich jeder Nahrung zu enthalten. Dies geschieht, nachdem sich der Sterbende, das Gesicht nach Nordosten gewendet, mit gekreuzten Beinen auf einen Sitz aus Gras niedergesetzt und ein herbeigebrachtes Jinabild verehrt hat, und die Tîrthankaras und Gottheiten durch Hymnen und Sprüche gepriesen worden sind. Der Sterbende bittet dann alle Wesen, ihm zu verzeihen, wenn er ihnen etwas Böses zugefügt hat, wie er auch allen vergibt, die ihm Schlechtes getan haben. Dann wiederholt er die fünf großen Gelübde und verspricht, nicht mehr Speise und Trank zu genießen. Unter dem Rezitieren von Sprüchen oder heiligen Texten geht der Fromme, der die Samlekhanâ ausführte, in die Himmelwelt hinüber, gewiß, in einer späteren Geburt die Erlösung zu erreichen, welche in dem gegenwärtigen schlechten Zeitalter für ihn in unserem Weltteil nicht erreichbar ist. Der Mann, der so „im Zustande der Verzückung (Samâdhi)“ den freiwilligen Tod starb, wird von den Jainas in hohen Ehren gehalten, und die Frommen gehen zu ihm, im Glauben, daß seine gnadenreiche Nähe karmatilgend wirke, wie ein Wallfahrtsort.

c11.s2.t2.18

Wenn ein Mönch gestorben ist, so wird seine Leiche unter Entfaltung von mehr oder weniger Pomp verbrannt. Die Mönche und frommen Laien fasten und hören Predigten über die Vergänglichkeit des Erdenlebens.

c11.s2.t2.19

Die besonderen Riten bei der Initiation und beim Tode einer Nonne, bei ihrer Weihe zur Pravartinî, Mahattarâ usw. sind ähnlich wie die soeben besprochenen der Mönche.

c11.s2.t2.20

Die andersgeartete Organisation des Asketentums der Digambaras kommt auch in ihrem Ritual zur Geltung. Der Übergang aus dem Laientum zum Mönchtum und die sukzessive Erlangung der höheren Grade desselben werden durch besondere Zeremonien gekennzeichnet. Das Âdipurâna (38) führt die folgenden Etappen auf, welche der heilige Mann durchläuft: Zuerst tritt beim Laien die Prashânti ein, das Aufgeben des Hängens an den Sinnenobjekten und die Vorliebe für religiöses Studium usw.; dann folgt das Verlassen des Hauses, nachdem das Vermögen zu je 1/3 für fromme Zwecke, für den ältesten Sohn und für die anderen Kinder hingegeben worden ist. Der Fromme wird dann zunächst zum Kshullaka geweiht, als welcher er noch einen Zeugstreifen trägt; schreitet er fort, so gibt er auch diese Kleidung auf und erlangt die „Jinarûpatâ“. Wenn er sich durch Fasten, Kasteiung und Studium hervorgetan, so wird er Guru, steigt er noch höher, so wird er das Haupt der vierfachen Gemeinde. Diese Stellung behält der Heilsucher jedoch nicht bis zu seinem Lebensende bei, sondern er gibt sie schließlich an seinen Schüler ab, um, von aller Amtsbürde befreit, sich ganz der Kasteiung und Meditation zu widmen. In der Versenkung und unter Enthaltung von jeder Nahrung findet er dann den Tod der „Samlekhanâ“, der ihm die Wiedergeburt in einem Götterhimmel verschafft.

Linked texts (3)