Der Jainismus: Eine indische Erlosungsreligion c7.s2.t2.6
Der Jainismus: Eine indische Erlösungsreligion c7.s2.t2.6
- Language
- German
c7.s2.t2.6
Nach dem Kalpa-Sûtra gewann Pârshva seiner Lehre eine nach Tausenden zählende Gefolgschaft; 164000 Männer und 327000 Frauen schlossen sich ihm als Laienanhänger an, indem sie seine Prinzipien als wahr anerkannten und, so weit dies für Leute, die in der Welt leben, möglich war, befolgten. 16000 Männer und 38000 Frauen aber suchten seine asketische Moral mit allen ihren Konsequenzen in die Wirklichkeit umzusetzen und bildeten Mönchs- und Nonnenorden. Die Personen, die so alle Fesseln von Liebe und Haß, von Familie, Besitz und Konvention von sich warfen und ihr ganzes Leben der Gewinnung überirdischen Heils widmeten, wurden „Nirgranthas“, d. h. „Entfesselte“ genannt. Ihr Orden war das eigentliche Rückgrat der Gemeinde und Hüter ihres Erbes. Von den acht Hauptschülern des Meisters (Shubhadatta, Âryaghosha, Vasishta, Brahmacârî, Soma, Shridhara, Virabhadra, Yashas) übernahm Shubhadatta nach Pârshvas Tode die Leitung der Kirche; ihm folgten in dieser Stellung der Reihe nach Haridatta, Âryasamudra, Prabha und Keshis.
Linked texts (1)
- Kalpasūtra — Bhadrabāhu, Ardhamāgadhī Prakrit